Kostenloser Rechner · Due Diligence
Bereinigtes EBITDA berechnen: was ist Ihr Ertrag wirklich wert?
Vom ausgewiesenen zum bereinigten EBITDA: GF-Gehalt, Marktmiete, Einmaleffekte und Privatanteile als Add-backs — mit Qualitäts-Ampel und Bewertungs-Impact. Live, während Sie tippen. Keine Anmeldung, kein Datentransfer an unseren Server.
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Ausgangspunkt
GF-/Gesellschafter-Vergütung
Related-Party-Miete
Einmaleffekte (getrennt)
Weitere Bereinigungen
Bewertungs-Impact (optional)
Aggressive Bereinigung – genau prüfen
Add-back-Quote 52,5 % · Brutto-Eingriffe 1,1 Mio. €
Adjusted EBITDA
2.310.000 €Reported 2.000.000 € · Netto-Effekt +310.000 €
Bereinigung
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Brücke: Reported EBITDA → Adjusted EBITDA
Navy = Anker. Grün = Add-back, Rot = Abzug.
Bereinigung im Detail
| Reported EBITDA (ausgewiesen) | 2.000.000 € |
| Normalisierung GF-/Gesellschafter-Vergütung (Ist ./. Markt) | 350.000 € |
| Normalisierung Related-Party-Miete (Ist ./. Marktmiete) | -120.000 € |
| Einmal-Kosten / Non-recurring (Add-back) | 180.000 € |
| Einmal-Erträge / Non-recurring (Abzug) | -250.000 € |
| Private / nicht betriebliche Aufwendungen (Add-back) | 90.000 € |
| Sonstige Normalisierungen (signiert) | 60.000 € |
| Adjusted / normalisiertes EBITDA | 2.310.000 € |
So funktioniert die EBITDA-Normalisierung
Ausgangspunkt ist das ausgewiesene EBITDA. Darauf werden nicht nachhaltige Effekte korrigiert — nach oben (Add-back) oder nach unten (Abzug):
Adjusted EBITDA = Reported + (GF Ist−Markt) + (Miete Ist−Markt) + Einmal-Kosten − Einmal-Erträge + Privates ± Sonstiges
Die GF-Vergütung wird gegen die Vollkosten eines Fremd-Geschäftsführers normalisiert, die Miete an nahestehende Personen gegen die ortsübliche Marktmiete. Einmal-Kosten (Rechtsstreit, Restrukturierung) werden hinzugerechnet, Einmal-Erträge (Buchgewinne, Rückstellungsauflösungen) abgezogen — bewusst getrennt, nie saldiert. Private Aufwendungen über die Firma erhöhen das bereinigte EBITDA.
Die Add-back-Quote misst, wie stark das Ergebnis von Bereinigungen abhängt — ein hoher Wert ist ein Qualitätssignal für die Due Diligence. Mit einem Bewertungs-Multiple zeigt der Rechner zusätzlich, wie viel Unternehmenswert in der Normalisierung steckt.
Rechenbeispiel
Ein Unternehmen weist 2,0 Mio. € EBITDA aus. Der Inhaber zahlt sich 0,6 Mio. € statt marktüblicher 0,25 Mio. € (Add-back +0,35 Mio. €). Die betriebsnotwendige Halle steht mietfrei im Privatvermögen, künftig fällt Marktmiete von 0,12 Mio. € an (Abzug −0,12 Mio. €). Einmal-Kosten von 0,18 Mio. € kommen hinzu, Einmal-Erträge von 0,25 Mio. € gehen ab, dazu 0,09 Mio. € Privates und 0,06 Mio. € Sonstiges. Der Netto-Effekt beträgt +0,31 Mio. € — das bereinigte EBITDA liegt bei rund 2,31 Mio. € (Marge 16,7 % → 19,3 %). Bei 7× Multiple entspricht das einem Wert-Hebel von rund +2,17 Mio. € (EV 14,0 → 16,2 Mio. €). Das Brutto-Bereinigungsvolumen von 1,05 Mio. € ergibt eine Add-back-Quote von 52,5 % — die Ampel steht auf Rot: ein Käufer wird jeden Posten belegen lassen.
Modell-Logik und Vereinfachungen
GF-Vergütung und Miete tragen ihr Vorzeichen selbst (Ist − Markt). Einmal-Kosten und -Erträge bleiben strikt getrennt — die häufigste QoE-Fehlerquelle. Die Add-back-Quote misst das Brutto-Volumen aller Eingriffe, weil auch ertragsmindernde Korrekturen Prüfaufwand bedeuten. Bewusste Abgrenzung zur EV-Equity-Bridge: eine nicht betriebsnotwendige Immobilie ist dort ein Surplus Asset — hier wird ausschließlich der laufende Mieteffekt normalisiert, nicht der Asset-Wert. Welche Add-backs ein Käufer tatsächlich anerkennt, ist Verhandlungssache und Gegenstand der Financial Due Diligence.
Vor dem Verkauf das EBITDA sauber aufbereiten?
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Vertrauliches ErstgesprächWeiterführende Themen
- Unternehmenswert berechnen – das bereinigte EBITDA als Bewertungsbasis
- Due Diligence – wie der Käufer die Add-backs prüft (Quality of Earnings)
- EV-Equity-Bridge – vom Unternehmenswert zum Equity Value
- Glossar – EBITDA, Adjusted EBITDA, Quality of Earnings und mehr
Hinweis
Dieser Rechner dient ausschließlich der unverbindlichen Orientierung und stellt keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die Ergebnisse beruhen auf einem vereinfachten QoE-light-Modell mit den von Ihnen eingegebenen Werten und ersetzen keine Financial bzw. Quality-of-Earnings Due Diligence. Welche Add-backs ein Käufer anerkennt, ist Verhandlungssache. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine EBITDA-Normalisierung (Adjusted EBITDA)?
Die Normalisierung bereinigt das ausgewiesene (reported) EBITDA um nicht nachhaltige, nicht marktübliche oder einmalige Effekte, um die nachhaltige Ertragskraft zu zeigen. Typische Add-backs im Mittelstand: eine über Marktniveau liegende Gesellschafter-Geschäftsführer-Vergütung, private Aufwendungen über die Firma, eine nicht marktübliche Miete an nahestehende Personen und einmalige Sondereffekte. Das resultierende bereinigte (adjusted) EBITDA ist die Basis, auf die der Käufer sein Bewertungs-Multiple anlegt.
Wie wird die Geschäftsführer-Vergütung normalisiert?
Maßgeblich ist die Differenz zwischen der tatsächlichen Gesellschafter-GF-Vergütung und den marktüblichen Vollkosten eines angestellten Fremd-Geschäftsführers. Zahlt sich der Inhaber mehr als marktüblich, wird die Differenz dem EBITDA hinzugerechnet (Add-back), weil ein Käufer den Posten nur in Markthöhe tragen muss. Liegt die Vergütung unter Markt — etwa weil der Inhaber sich kaum etwas auszahlt —, wird abgezogen, weil künftig ein marktüblich bezahlter Geschäftsführer nötig ist.
Was ist eine hohe Add-back-Quote und warum ist sie ein Warnsignal?
Die Add-back-Quote setzt das Brutto-Bereinigungsvolumen (die Summe aller Korrekturbeträge) ins Verhältnis zum reported EBITDA. Je höher die Quote, desto stärker hängt das bereinigte EBITDA von Annahmen ab — und desto kritischer prüft ein Käufer in der Due Diligence. Als grobe Orientierung gilt: bis etwa 10 % unkritisch, bis 25 % erhöht, darüber aggressiv. Der Rechner zeigt die Quote und eine Ampel; sie ist ein Signal, kein Urteil.
Wie wirkt sich die Normalisierung auf den Kaufpreis aus?
Der Kaufpreis wird meist als Vielfaches des EBITDA verhandelt. Jeder Euro nachhaltiger Add-back erhöht das bereinigte EBITDA und damit — multipliziert mit dem Bewertungs-Multiple — direkt den Unternehmenswert. Bei einem Multiple von 7× steigert ein Add-back von 0,3 Mio. € den Enterprise Value um rund 2,1 Mio. €. Genau deshalb lohnt sich eine saubere, belegbare Normalisierung vor dem Verkauf.
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