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Bereinigtes EBITDA berechnen: was ist Ihr Ertrag wirklich wert?

Vom ausgewiesenen zum bereinigten EBITDA: GF-Gehalt, Marktmiete, Einmaleffekte und Privatanteile als Add-backs — mit Qualitäts-Ampel und Bewertungs-Impact. Live, während Sie tippen. Keine Anmeldung, kein Datentransfer an unseren Server.

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Ausgangspunkt

GF-/Gesellschafter-Vergütung

Related-Party-Miete

Einmaleffekte (getrennt)

Weitere Bereinigungen

Bewertungs-Impact (optional)

Aggressive Bereinigung – genau prüfen

Add-back-Quote 52,5 % · Brutto-Eingriffe 1,1 Mio. €

Adjusted EBITDA

2.310.000 €

Reported 2.000.000 € · Netto-Effekt +310.000 €

EBITDA-Marge (rep. → adj.)16,7 % → 19,3 %
EV reported (7,0×)14.000.000 €
EV adjusted16.170.000 €
Wert-Effekt der Bereinigung+2.170.000 €

Bereinigung

Reported EBITDA (ausgewiesen)2 Mio. €
Normalisierung GF-/Gesellschafter-Vergütung (Ist ./. Markt)350 Tsd. €
Normalisierung Related-Party-Miete (Ist ./. Marktmiete)-120 Tsd. €
Einmal-Kosten / Non-recurring (Add-back)180 Tsd. €
Einmal-Erträge / Non-recurring (Abzug)-250 Tsd. €
Private / nicht betriebliche Aufwendungen (Add-back)90 Tsd. €
Sonstige Normalisierungen (signiert)60 Tsd. €
Adjusted / normalisiertes EBITDA2,3 Mio. €

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Brücke: Reported EBITDA → Adjusted EBITDA

Navy = Anker. Grün = Add-back, Rot = Abzug.

2 Mio. €Reported350 Tsd. €GF-Verg.-120 Tsd. €Miete180 Tsd. €Einmal-K.-250 Tsd. €Einmal-E.90 Tsd. €Privat60 Tsd. €Sonstige2,3 Mio. €Adjusted

Bereinigung im Detail

Reported EBITDA (ausgewiesen)2.000.000 €
Normalisierung GF-/Gesellschafter-Vergütung (Ist ./. Markt)350.000 €
Normalisierung Related-Party-Miete (Ist ./. Marktmiete)-120.000 €
Einmal-Kosten / Non-recurring (Add-back)180.000 €
Einmal-Erträge / Non-recurring (Abzug)-250.000 €
Private / nicht betriebliche Aufwendungen (Add-back)90.000 €
Sonstige Normalisierungen (signiert)60.000 €
Adjusted / normalisiertes EBITDA2.310.000 €

So funktioniert die EBITDA-Normalisierung

Ausgangspunkt ist das ausgewiesene EBITDA. Darauf werden nicht nachhaltige Effekte korrigiert — nach oben (Add-back) oder nach unten (Abzug):

Adjusted EBITDA = Reported + (GF Ist−Markt) + (Miete Ist−Markt) + Einmal-Kosten − Einmal-Erträge + Privates ± Sonstiges

Die GF-Vergütung wird gegen die Vollkosten eines Fremd-Geschäftsführers normalisiert, die Miete an nahestehende Personen gegen die ortsübliche Marktmiete. Einmal-Kosten (Rechtsstreit, Restrukturierung) werden hinzugerechnet, Einmal-Erträge (Buchgewinne, Rückstellungsauflösungen) abgezogen — bewusst getrennt, nie saldiert. Private Aufwendungen über die Firma erhöhen das bereinigte EBITDA.

Die Add-back-Quote misst, wie stark das Ergebnis von Bereinigungen abhängt — ein hoher Wert ist ein Qualitätssignal für die Due Diligence. Mit einem Bewertungs-Multiple zeigt der Rechner zusätzlich, wie viel Unternehmenswert in der Normalisierung steckt.

Rechenbeispiel

Ein Unternehmen weist 2,0 Mio. € EBITDA aus. Der Inhaber zahlt sich 0,6 Mio. € statt marktüblicher 0,25 Mio. € (Add-back +0,35 Mio. €). Die betriebsnotwendige Halle steht mietfrei im Privatvermögen, künftig fällt Marktmiete von 0,12 Mio. € an (Abzug −0,12 Mio. €). Einmal-Kosten von 0,18 Mio. € kommen hinzu, Einmal-Erträge von 0,25 Mio. € gehen ab, dazu 0,09 Mio. € Privates und 0,06 Mio. € Sonstiges. Der Netto-Effekt beträgt +0,31 Mio. € — das bereinigte EBITDA liegt bei rund 2,31 Mio. € (Marge 16,7 % → 19,3 %). Bei 7× Multiple entspricht das einem Wert-Hebel von rund +2,17 Mio. € (EV 14,0 → 16,2 Mio. €). Das Brutto-Bereinigungsvolumen von 1,05 Mio. € ergibt eine Add-back-Quote von 52,5 % — die Ampel steht auf Rot: ein Käufer wird jeden Posten belegen lassen.

Modell-Logik und Vereinfachungen

GF-Vergütung und Miete tragen ihr Vorzeichen selbst (Ist − Markt). Einmal-Kosten und -Erträge bleiben strikt getrennt — die häufigste QoE-Fehlerquelle. Die Add-back-Quote misst das Brutto-Volumen aller Eingriffe, weil auch ertragsmindernde Korrekturen Prüfaufwand bedeuten. Bewusste Abgrenzung zur EV-Equity-Bridge: eine nicht betriebsnotwendige Immobilie ist dort ein Surplus Asset — hier wird ausschließlich der laufende Mieteffekt normalisiert, nicht der Asset-Wert. Welche Add-backs ein Käufer tatsächlich anerkennt, ist Verhandlungssache und Gegenstand der Financial Due Diligence.

Vor dem Verkauf das EBITDA sauber aufbereiten?

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Hinweis

Dieser Rechner dient ausschließlich der unverbindlichen Orientierung und stellt keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die Ergebnisse beruhen auf einem vereinfachten QoE-light-Modell mit den von Ihnen eingegebenen Werten und ersetzen keine Financial bzw. Quality-of-Earnings Due Diligence. Welche Add-backs ein Käufer anerkennt, ist Verhandlungssache. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine EBITDA-Normalisierung (Adjusted EBITDA)?

Die Normalisierung bereinigt das ausgewiesene (reported) EBITDA um nicht nachhaltige, nicht marktübliche oder einmalige Effekte, um die nachhaltige Ertragskraft zu zeigen. Typische Add-backs im Mittelstand: eine über Marktniveau liegende Gesellschafter-Geschäftsführer-Vergütung, private Aufwendungen über die Firma, eine nicht marktübliche Miete an nahestehende Personen und einmalige Sondereffekte. Das resultierende bereinigte (adjusted) EBITDA ist die Basis, auf die der Käufer sein Bewertungs-Multiple anlegt.

Wie wird die Geschäftsführer-Vergütung normalisiert?

Maßgeblich ist die Differenz zwischen der tatsächlichen Gesellschafter-GF-Vergütung und den marktüblichen Vollkosten eines angestellten Fremd-Geschäftsführers. Zahlt sich der Inhaber mehr als marktüblich, wird die Differenz dem EBITDA hinzugerechnet (Add-back), weil ein Käufer den Posten nur in Markthöhe tragen muss. Liegt die Vergütung unter Markt — etwa weil der Inhaber sich kaum etwas auszahlt —, wird abgezogen, weil künftig ein marktüblich bezahlter Geschäftsführer nötig ist.

Was ist eine hohe Add-back-Quote und warum ist sie ein Warnsignal?

Die Add-back-Quote setzt das Brutto-Bereinigungsvolumen (die Summe aller Korrekturbeträge) ins Verhältnis zum reported EBITDA. Je höher die Quote, desto stärker hängt das bereinigte EBITDA von Annahmen ab — und desto kritischer prüft ein Käufer in der Due Diligence. Als grobe Orientierung gilt: bis etwa 10 % unkritisch, bis 25 % erhöht, darüber aggressiv. Der Rechner zeigt die Quote und eine Ampel; sie ist ein Signal, kein Urteil.

Wie wirkt sich die Normalisierung auf den Kaufpreis aus?

Der Kaufpreis wird meist als Vielfaches des EBITDA verhandelt. Jeder Euro nachhaltiger Add-back erhöht das bereinigte EBITDA und damit — multipliziert mit dem Bewertungs-Multiple — direkt den Unternehmenswert. Bei einem Multiple von 7× steigert ein Add-back von 0,3 Mio. € den Enterprise Value um rund 2,1 Mio. €. Genau deshalb lohnt sich eine saubere, belegbare Normalisierung vor dem Verkauf.

Ist der Rechner kostenlos und vertraulich?

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