Kostenloser Rechner · Bewertung

Unternehmenswert berechnen

Ermitteln Sie die indikative Wert-Bandbreite Ihres Unternehmens auf Basis aktueller DACH-Transaktionsmultiplikatoren — Multiplikator- und Ertragswertverfahren plus Werttreiber-Analyse, aus den Zahlen Ihres Jahresabschlusses, in wenigen Minuten.

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Geldbeträge in Mio. € (GF-Gehalt in Tsd. €). Berechnung live im Browser. * = Pflichtfeld.

Branche & Größe

Ertragszahlen

Qualitative Faktoren (1–5, höher = besser)

Inhaberabhängigkeit3/5

Wie stark hängt das Unternehmen von Ihnen als Inhaber ab?

Teilweise abhängig

Kundenkonzentration3/5

Wie stark hängt Ihr Umsatz von wenigen Großkunden ab?

Top-3 ca. 30 %

Wiederkehrende Umsätze3/5

Wie hoch ist der Anteil an Wartungs-, Abo- oder Rahmenverträgen?

Ca. 30–50 % wiederkehrend

Wachstumstrend3/5

Wie hat sich Ihr Umsatz in den letzten 3 Jahren entwickelt?

Stabil (±5 %)

Wettbewerbsposition3/5

Wie stark ist Ihre Position im Markt?

Solide Position

Mitarbeiter & Team3/5

Wie stabil ist Ihr Team und die zweite Führungsebene?

Durchschnittlich

Dokumentation & Prozesse3/5

Wie gut sind Ihre Abläufe dokumentiert?

Teilweise dokumentiert

Investitionsstau3/5

Besteht Nachholbedarf bei Maschinen, IT oder Ausstattung?

Normaler Bedarf

Wert ermittelt

Indikativer Unternehmenswert (Enterprise Value)

6.400.000 €

Bandbreite 5,7 Mio. €7,2 Mio. €

Verfahren

Multiplikator6,3 Mio. €
Ertragswertverfahren5,7 Mio. €
EBITDA-Multiplikator7,2 Mio. €
Umsatz-Multiplikator4,8 Mio. €
Angepasster EBIT-Multiple6,6×
Kapitalisierungszins16,6 %
Methoden-Verhältnis1,26×

Rechnet komplett in Ihrem Browser. Nichts verlässt diese Seite.

Wert-Bandbreite & Verfahren

Navy = Mittelwert. Blaues Band = Bandbreite. Punkte = Einzelverfahren (gefüllt = im Mittelwert berücksichtigt).

5,7 Mio. €7,2 Mio. €6,4 Mio. €EBIT-Multiple: 6,3 Mio. €Ertragswert: 5,7 Mio. €EBITDA-Multiple: 7,2 Mio. €Umsatz (Check): 4,8 Mio. €

Verfahren im Detail

Multiplikator-Verfahren (EBIT)6,6× × bereinigter EBIT6.270.000 €
ErtragswertverfahrenKapitalisierungszins 16,6 %5.720.135 €
EBITDA-Multiplikator-Verfahren5,2× × bereinigtes EBITDA7.210.000 €
Umsatz-Multiplikator (Cross-Check)(Cross-Check)0,6× × Umsatz4.800.000 €
Indikativer Mittelwert6.400.045 €

Warum eine indikative Bewertung der erste Schritt ist

Wer den Unternehmenswert berechnen will, steht meist vor einer von drei Situationen: anstehende Nachfolge, eingehende Kaufanfrage oder strategische Standortbestimmung. In allen drei Fällen ist der Ausgangspunkt derselbe — eine fundierte Zahl, die zur Diskussion mit Käufern, Beratern oder Mitgesellschaftern taugt.

Eine professionelle Bewertung nach IDW S 1 kostet zwischen 5.000 und 25.000 € und dauert mehrere Wochen. Für die erste Orientierung ist das überdimensioniert. Was Sie in dieser Phase brauchen, ist eine belastbare Bandbreite — und ein Verhandlungsanker. Wer ohne Anker in einen Verkaufsprozess geht, akzeptiert in der Praxis den Preis des Gegenübers.

Was dieser Rechner berechnet

Im Kern jeder Bewertung steht die nachhaltige Ertragskraft. Der Rechner ermittelt zunächst den bereinigten EBIT und bewertet ihn dann über zwei etablierte Verfahren, deren Ergebnisse eine Bandbreite aufspannen:

Unternehmenswert = bereinigter EBIT × Branchen-Multiple (größenklassen-angepasst) ↔ bereinigter EBIT / Kapitalisierungszins

Bereinigter EBIT heißt: 2-Jahres-Durchschnitt zur Glättung von Ausreißerjahren, Anpassung auf ein marktübliches Geschäftsführer-Gehalt und Saldo einmaliger Sonderposten — so wird die tatsächliche Ertragskraft sichtbar, die ein Käufer bewertet. Auf dieser Basis liefert der Rechner eine Enterprise-Value-Indikation als Bandbreite mit Mittelwert, bewusst keine Scheingenauigkeit auf den Euro.

Bewertungsmethoden im Überblick

Multiplikator-Verfahren (EBIT-Multiple) — Primäranker

Das Multiplikator-Verfahren ist in der M&A-Praxis der dominierende Ansatz für KMU-Bewertungen. Der bereinigte EBIT wird mit einem Branchen-Multiple multipliziert, der aus vergleichbaren Transaktionen abgeleitet ist. Der Rechner wählt den Multiple aus der Mitte der branchen- und größenspezifischen Spanne und passt ihn über einen Qualitäts-Korrekturfaktor (0,70 bis 1,30) aus acht Werttreibern an — geclampt an die Ränder der Branchenspanne, damit das Ergebnis datennah bleibt. Eine Schritt-für-Schritt-Herleitung steht auf Faustformel zur Unternehmensbewertung; was EBIT ist und wie Sie ihn bereinigen, erklärt Unternehmenswert nach EBIT.

EBITDA-Multiple, Substanz- und DCF-Verfahren

Geben Sie zusätzlich das EBITDA an, ergänzt ein dritter Anker auf Basis des Sektor-EBITDA-Multiplikators die Bandbreite — plausibilitätsgeprüft und auf einen Korridor um den EBIT-Wert begrenzt, damit hohe Abschreibungen die Indikation nicht künstlich nach oben verzerren. Das Substanzwertverfahren(Vermögen abzüglich Schulden) dient meist als Wertuntergrenze für anlagenintensive Unternehmen; das DCF-Verfahren ist die theoretisch fundierteste Methode, für KMU aber meist zu aufwendig (Mehrjahresplanung). Ein vollständiger Methodenvergleich: Bewertungsmethoden im Vergleich.

Bewertungsmethoden auf einen Blick

MethodeFormelKomplexitätEignung
EBIT-MultipleEBIT × FaktorNiedrigKMU, Erstindikation (Primäranker)
ErtragswertErtrag / KapzinsMittelEtablierte KMU (Gegenprobe)
EBITDA-MultipleEBITDA × FaktorNiedrigKapitalintensiv, optionaler Anker
DCFΣ CF/(1+r)ⁿHochGroße Transaktionen
SubstanzwertAktiva − PassivaNiedrigAnlagenintensiv, Wertuntergrenze

Ertragswertverfahren: Unternehmenswert über den Kapitalisierungszins

Ertragswert = nachhaltiger bereinigter EBIT / Kapitalisierungszins

Das Ertragswertverfahren kapitalisiert den nachhaltigen bereinigten EBIT mit einem Kapitalisierungszins, der das Risiko des Unternehmens abbildet. Es ist in der deutschen Praxis das etablierte Bewertungsverfahren, im IDW S 1 normiert (Neufassung i.d.F. 2026, verabschiedet 11.02.2026) und wird von Wirtschaftsprüfern und Finanzämtern genutzt. Den Risikozuschlag prägt die Marktrisikoprämie: Der FAUB empfiehlt seit September 2025 eine Bandbreite von 5,25–6,75 % vor persönlichen Steuern (Mittelwert 6,0 %). In diesem Rechner dient das Ertragswertverfahren als Gegenprobe zum Multiplikator-Verfahren — weil beide auf dieselbe Datengrundlage zugreifen, plausibilisieren sie sich gegenseitig statt auseinanderzulaufen (Verhältnis der Methodenwerte typischerweise zwischen rund 1,0 und 1,6, häufig nahe 1,0). Wie das Ertragswertverfahren für steuerliche Zwecke (vereinfachtes Ertragswertverfahren nach § 199 BewG) gerechnet wird, zeigt Ertragswertverfahren (Finanzamt).

Warum die Unternehmensgröße den Multiple verschiebt

Ein Multiple ist keine fixe Branchenzahl. Dasselbe Geschäft wird umso höher bewertet, je größer und breiter aufgestellt es ist — größere Unternehmen sind weniger inhaberabhängig, resilienter und für mehr Käufer (auch Finanzinvestoren) erreichbar. Der Rechner bildet das über drei Größenklassen nach dem Jahresumsatz ab:

  • Micro Cap (< 5 Mio. € Umsatz): niedrigster Multiple, höchster Größen-Risikoabschlag.
  • Small Cap (5–50 Mio. €): das klassische Mittelstands-Segment.
  • Mid Cap (> 50 Mio. €): höchste Multiples, geringster Abschlag.
Branche (Small Cap)EBIT-Multiple-Spanne
Software & SaaS7,6 – 9,5×
Healthcare & Medizintechnik8,0 – 9,9×
IT-Services & Managed Services6,9 – 8,8×
Maschinen- & Anlagenbau5,8 – 7,4×
Logistik & Transport5,1 – 6,5×
Stationärer Handel4,4 – 6,5×

Illustrativer Ausschnitt (Small Cap, EBIT, Q1/2026). Die vollständigen Multiples für alle 20 Branchen × 3 Größenklassen — EBIT, EBITDA und Umsatz — stehen im EBITDA-Multiples-Hub DACH.

Rechenbeispiele nach Branchen

Drei Beispiele bei identischem bereinigtem EBIT von 500.000 € (Small Cap, mittlerer Multiple, durchschnittliches Werttreiber-Profil):

Maschinen- & Anlagenbau (Multiple ~6,6×)

500.000 € bereinigter EBIT → 3,3 Mio. € indikativer Unternehmenswert. Stabile Auftragslage, moderates Wachstum — typisches Industrials-Profil.

IT-Services & Managed Services (~7,9×)

500.000 € bereinigter EBIT → 3,95 Mio. € indikativer Unternehmenswert. Hoher Recurring-Anteil und Skalierbarkeit heben den Multiple.

Software / SaaS (~8,6×)

500.000 € bereinigter EBIT → 4,3 Mio. € indikativer Unternehmenswert. 80 %+ wiederkehrende Umsätze, niedrige Abwanderung (Churn) — Spitzen-Bewertungen im Mittelstand.

Acht Werttreiber, die Ihren Multiple verschieben

Neben den Finanzkennzahlen entscheiden qualitative Faktoren, ob Ihr Unternehmen im unteren oder oberen Drittel der branchenüblichen Spanne landet. Diese acht fließen als Qualitäts-Korrekturfaktor in den Rechner ein — eine höhere Bewertung steht immer für geringeres Risiko und hebt den Wert.

1. Inhaberabhängigkeit

Der wichtigste Faktor. Funktioniert das Geschäft nicht ohne den Inhaber, sinkt der Wert drastisch — Käufer zahlen Premiums für übertragbare Strukturen.

2. Kundenkonzentration

Dominieren wenige Großkunden den Umsatz, besteht Klumpenrisiko. Eine breite Kundenbasis ist wertvoller.

3. Wiederkehrende Umsätze

Wartungs-, Abo- und Rahmenverträge machen Umsätze planbar und heben den Multiple spürbar.

4. Wachstumstrend

Wachsende Unternehmen erzielen höhere Multiples — Käufer zahlen für Zukunftspotenzial.

5. Wettbewerbsposition

Nischenführer und klare USPs erzielen Premium-Bewertungen; leicht replizierbare Modelle nicht.

6. Mitarbeiter & Team

Ein stabiles, qualifiziertes Team mit zweiter Ebene senkt das Integrationsrisiko für Käufer.

7. Dokumentation & Prozesse

Dokumentierte Abläufe und Zertifizierungen machen das Unternehmen übertragbar.

8. Investitionsstau

Veraltete Anlagen/IT bedeuten Nachinvestitionen — sie werden vom Kaufpreis abgezogen.

Wie viel jeder einzelne Hebel konkret bringt, zeigt der angeschlossene Wert-Optimierer — er rechnet die Euro-Wirkung jedes Faktors live durch.

Der Kapitalisierungszins — wie das Risiko abgebildet wird

Beim Ertragswert entscheidet der Kapitalisierungszins über das Ergebnis. Der Rechner baut ihn transparent und IDW-nah additiv auf: risikoloser Basiszins, Marktrisikoprämie für illiquide KMU-Beteiligungen, ein aus dem Multiple-Niveau abgeleitetes Sektorrisiko (niedriger Branchen-Multiple = höhere Renditeforderung), eine Größenprämie (kleinere Unternehmen sind illiquider) und ein qualitätsabhängiger unternehmensspezifischer Zuschlag. Für den DACH-Mittelstand resultieren realistische Sätze von rund 10,5 % bis 22 % — passend zur hohen Renditeforderung für kleine, illiquide, inhabergeführte Unternehmen. Bessere Werttreiber senken den Zins und heben den Wert, spiegelbildlich zum höheren Multiple.

Grenzen und Annahmen — was die Indikation leistet und was nicht

  • Der Ertragswert wird als ewige Rente eines konstanten bereinigten EBIT modelliert — ohne explizite Mehrjahresplanung, Wachstumsabschlag im Nenner oder Steuereffekte. Bewusst vereinfacht gegenüber einem vollen DCF/IDW-S1-Verfahren.
  • Der Sektor-Multiple ist der Mittelpunkt der jeweiligen Größenklassen-Spanne; die individuelle Streuung bildet der Werttreiber-Korrekturfaktor ab, keine eigene Verteilungsannahme.
  • Das Ergebnis ist eine Enterprise-Value-Indikation. Die Brücke zum Equity Value (Netto-Finanzschulden, Working-Capital, debt-like Posten) ist bewusst ausgelagert.
  • Umsatzmultiplikatoren fließen nur als Cross-Check bzw. als Fallback bei marginaler Ertragslage ein, nie als gemittelter Anker — sie sind margenblind.

Erfahrungsgemäß liegt die Indikation innerhalb von ±20–30 % einer späteren professionellen Bewertung — als Verhandlungsanker und Gesprächsgrundlage stark, als Wertgutachten ausdrücklich nicht.

Vom Unternehmenswert zum Kaufpreis

Der hier ermittelte Wert ist der Enterprise Value — das operative Geschäft. Was am Ende beim Verkäufer ankommt, ist der Equity Value: Enterprise Value abzüglich Netto-Finanzschulden und debt-like Posten, zuzüglich nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte. Diese Brücke rechnet die EV-Equity-Bridge; was nach deutscher Steuer netto bleibt, der Netto-Verkaufserlös-Rechner.

Professionelle Begleitung bei Bewertung und Nachfolge

SourcingClub begleitet Mittelstands-Unternehmer diskret — von der Standortbestimmung über die Wertsteigerung bis zum Verkaufsprozess.

Vertrauliches Erstgespräch

Weiterführende Themen

Hinweis

Dieser Rechner dient ausschließlich der unverbindlichen Orientierung und stellt kein Wertgutachten und keine Steuer- oder Anlageberatung dar. Die Ergebnisse beruhen auf einem vereinfachten Modell mit den von Ihnen eingegebenen Werten und der Selbsteinschätzung qualitativer Faktoren und ersetzen keine individuelle Unternehmensbewertung oder Due Diligence. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr.

Häufig gestellte Fragen

Was ist mein Unternehmen wert?

Der Unternehmenswert ergibt sich im Mittelstand aus drei Bausteinen: der nachhaltigen Ertragskraft (bereinigter EBIT), einem branchen- und größenspezifischen Bewertungsmultiplikator und qualitativen Werttreibern wie Inhaberabhängigkeit, Kundenkonzentration und Wachstum. Der Rechner kombiniert das Multiplikator- mit dem Ertragswertverfahren und liefert eine realistische Wert-Bandbreite mit Mittelwert statt einer Scheingenauigkeit.

Mit welcher Formel berechne ich den Unternehmenswert?

Die Kernformel lautet: Unternehmenswert = bereinigter EBIT × branchen- und größenspezifisches Multiple. Der Rechner spiegelt dieses Ergebnis zusätzlich gegen das Ertragswertverfahren (bereinigter EBIT / Kapitalisierungszins) und liefert eine Bandbreite mit Mittelwert. Beispiel: 500.000 € bereinigter EBIT × Multiple 6,0 = 3,0 Mio. € indikativer Unternehmenswert.

Wie berechne ich den Unternehmenswert mit dem EBIT-Multiple?

Beim Multiplikator-Verfahren wird der bereinigte EBIT mit einem branchenspezifischen Multiple multipliziert, der zur Größenklasse Ihres Unternehmens passt. Beispiel: bereinigter EBIT 500.000 € × Multiple 5,5 = 2,75 Mio. € indikativer Unternehmenswert. Acht qualitative Faktoren verschieben den Multiple anschließend innerhalb der Branchenspanne nach oben oder unten.

Warum unterscheidet sich der Multiple nach Unternehmensgröße?

Größere Unternehmen werden am Markt höher bewertet: Sie sind weniger inhaberabhängig, breiter aufgestellt und leichter handelbar. Der Rechner wählt den Multiple deshalb aus der Größenklasse, die zu Ihrem Umsatz passt — Micro (< 5 Mio.), Small (5–50 Mio.) oder Mid (> 50 Mio.). Eine 3-Mio-Firma erhält einen anderen, niedrigeren Multiple als ein 40-Mio-Unternehmen derselben Branche.

Was ist ein guter EBIT-Multiple?

EBIT-Multiples variieren stark nach Branche und Größe. Im DACH-Mittelstand reichen die Spannen von rund 4,4× (stationärer Handel) bis 9,5× (Software/SaaS); für klassische Dienstleister sind 5,8–7,4×, für IT-Services 6,9–8,8× üblich (SourcingClub-Auswertung, Q1/2026). Überdurchschnittliche Multiples entstehen durch hohe wiederkehrende Umsätze, geringe Inhaberabhängigkeit und nachweisbares Wachstum.

Was ist der Unterschied zwischen EBIT- und EBITDA-Multiple?

Der EBIT ist das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern, das EBITDA zusätzlich vor Abschreibungen. EBITDA-Multiples sind daher niedriger als EBIT-Multiples für dasselbe Unternehmen. Für kapitalintensive Branchen (Maschinenbau, Logistik) wird häufiger EBITDA herangezogen. Der Rechner nutzt den EBIT-Multiple als Primäranker und ergänzt optional einen EBITDA-Multiple-Anker, sofern Sie das EBITDA angeben.

Was bedeutet bereinigter EBIT — und warum wird bereinigt?

Der ausgewiesene EBIT verzerrt die nachhaltige Ertragskraft oft. Der Rechner normalisiert deshalb: 2-Jahres-Durchschnitt zur Glättung von Ausreißerjahren, Anpassung auf ein marktübliches Geschäftsführer-Gehalt und Saldo einmaliger Sonderposten. Erst dieser bereinigte EBIT bildet die Basis für einen Multiple, den ein Käufer akzeptieren würde.

Wie genau ist die Online-Bewertung?

Der Rechner basiert auf publizierten KMU-Transaktionsmultiplikatoren aus dem DACH-Raum und kombiniert finanzielle mit qualitativen Faktoren. Die Ergebnisse liegen erfahrungsgemäß innerhalb von ±20–30 % einer späteren professionellen Bewertung — für eine erste Orientierung und als Verhandlungsanker sehr gut geeignet, als Wertgutachten ausdrücklich nicht.

Wann brauche ich eine professionelle Unternehmensbewertung?

Eine professionelle Bewertung durch Wirtschaftsprüfer oder M&A-Berater ist empfehlenswert, sobald Sie konkret verkaufen, eine Bewertung für steuerliche Zwecke benötigen, Gesellschafter ausscheiden oder erben. Die Kosten liegen typischerweise bei 5.000–25.000 € (einfache IDW-S1-Bewertung ab ca. 5.000 €, transaktionsnahe Bewertungen 15.000–25.000 €+). Der Rechner ersetzt diese nicht, sondern bereitet sie vor.

Was ist der Unterschied zwischen Unternehmenswert und Kaufpreis?

Der Rechner liefert eine Enterprise-Value-Indikation — den Unternehmenswert vor Finanzschulden und liquiden Mitteln. Der Erlös an die Gesellschafter (Equity Value) ergibt sich nach Abzug der Netto-Finanzschulden und weiterer Brücken-Positionen. Diesen Schritt bildet der separate EV-Equity-Brücken-Rechner ab.

Ist der Rechner kostenlos und vertraulich?

Ja. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser — Ihre Finanzdaten werden nicht an einen Server übertragen. Der Rechner ist ohne Registrierung nutzbar; eine E-Mail brauchen Sie nur für den optionalen PDF-Report mit Werttreiber-Analyse.