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PE-Tauglichkeits-Check: Ist Ihr Unternehmen ein PE-Target?
In wenigen Minuten erfahren Sie, wie ein Private-Equity-Investment-Committee Ihr Unternehmen einordnen würde — Plattform, Add-on oder (noch) kein Target. Acht Faktoren, ein Index von 0 bis 100, kalibriert auf den DACH-Lower-Mid-Market.
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Größe & Ertragskraft
Cash-Conversion & Kapitalintensität
Umsatzqualität & Kundenstruktur
Management-Tiefe & Zahlenwerk
Plattform-fähig
PE-Tauglichkeits-Index
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Faktor-Profil
Acht Faktoren, je 0–100. Die Fläche zeigt Stärken und Lücken; die Farbe entspricht dem Band.
Einordnung: Plattform-fähig
Glaubwürdiger eigenständiger Plattform-Kandidat für einen Lower-Mid-Market-PE-Fonds: ausreichende Skala, tragfähige Marge und Management-Tiefe, belastbares Zahlenwerk und vertretbares Risikoprofil. Ein IC würde in eine erste Gesprächs-/Prüfungsrunde gehen; einzelne Schwachstellen beeinflussen primär den Preis, nicht die Transaktionsfähigkeit.
Faktor-Detail
| Faktor | Gewicht | Sub-Score | Beitrag |
|---|---|---|---|
| EBITDA-Größe & Plattformfähigkeit | 20 % | 65 | 13.0 |
| Inhaberunabhängigkeit & Management-Tiefe | 18 % | 58 | 10.4 |
| Profitabilität & Margenresilienz | 14 % | 66 | 9.3 |
| Cash-Conversion & Kapitalintensität | 12 % | 81 | 9.8 |
| Ertragsvorhersehbarkeit (recurring) | 12 % | 55 | 6.6 |
| Kundenkonzentration (Klumpenrisiko) | 10 % | 64 | 6.4 |
| Finanztransparenz & QoE-Reife | 8 % | 48 | 3.8 |
| Profitables Wachstum | 6 % | 63 | 3.8 |
| PE-Tauglichkeits-Index | 100 % | 63 |
So funktioniert der PE-Tauglichkeits-Check
Der Index ist ein gewichteter Score: Jeder der acht Faktoren erhält einen Sub-Score von 0 bis 100, der entweder über stückweise-lineare Ankerpunkte (z. B. EBITDA-Höhe, Marge, Wachstum) oder über eine feste Stufen-Zuordnung (z. B. Inhaberabhängigkeit, Reporting-Reife) bestimmt wird. Die acht Sub-Scores werden mit ihren Gewichten multipliziert und aufsummiert; die Gewichte ergeben exakt 1,0. Das Ergebnis ist der PE-Tauglichkeits-Index zwischen 0 und 100.
Über den reinen Mittelwert legt sich die Disziplin eines Investment-Committee in Form von Caps: Bestimmte Bedingungen deckeln den Gesamtindex hart, weil sie einen institutionellen Erwerb in der Praxis verhindern. Ein bereinigtes EBITDA unter 0,5 Mio. (Micro-Schwelle) deckelt auf maximal 25; ein Wert zwischen 0,5 und 2,0 Mio. wird linear von 25 auf 75 gerampt, sodass eine belastbare Plattform-Einstufung erst ab rund 2 Mio. EBITDA erreichbar ist. Ein Einzelkunde über 40 % Umsatzanteil, ein nicht übergabefähiger Inhaberbetrieb oder ein negatives operatives Ergebnis deckeln in das Pass- bzw. Add-on-Band. Caps werden stets als Obergrenze nach der gewichteten Summe angewandt, nie additiv — eine Schwäche wird genau einmal bestraft.
Die Kalibrierung folgt dem DACH-Lower-Mid-Market: Assetschwere Sektoren wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Logistik oder Handel arbeiten strukturell mit 4–9 % EBITDA-Marge und werden trotzdem von Private Equity erworben — die Margen-Anker tragen dem Rechnung und benachteiligen solche Industrials nicht. Capex und gebundenes Working Capital werden in einem Cash-Conversion-Faktor gebündelt, damit Kapitalintensität nicht doppelt mit der Marge zählt: Die Marge misst die Profitabilität vor diesen Abflüssen, die Cash-Conversion die Umwandlung danach. Wachstum geht bewusst als Umsatz-CAGR ein, damit Marge und Skala nicht ein zweites Mal einfließen.
Die vier Bänder
- 0–39 — Nicht PE-tauglich (Pass): Für einen institutionellen Einstieg derzeit nicht geeignet. Werttreiber adressieren und in 12–24 Monaten erneut prüfen — oder strategischen Käufer prüfen.
- 40–59 — Add-on-Kandidat: Für eine eigenständige Plattform (noch) zu klein, aber als Zukauf für eine bestehende PE-Plattform interessant.
- 60–79 — Plattform-fähig: Glaubwürdiger eigenständiger Plattform-Kandidat; Schwachstellen beeinflussen primär den Preis, nicht die Transaktionsfähigkeit.
- 80–100 — Prime-PE-Target: Lehrbuch-Plattform, kompetitiv umkämpft — hier zählen Geschwindigkeit und proprietärer Zugang.
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SourcingClub begleitet Inhaber und PE-Fonds im DACH-Mittelstand — von der ehrlichen Standortbestimmung über die Vorbereitung der Werttreiber bis zum Prozess, diskret und proprietär.
Vertrauliches ErstgesprächWeiterführende Themen
- Unternehmen an Private Equity verkaufen – Prozess, Bewertung und Verhandlungslogik beim Verkauf an PE
- EBITDA-Normalisierung – das bereinigte EBITDA, das in diesen Check als Größe eingeht
- LBO-Rechner – die Renditeperspektive des Käufers (IRR, MOIC, Debt-Schedule)
- Unternehmenswert berechnen – wenn die Tauglichkeit geklärt ist: die indikative Bewertung
- Glossar – Plattform, Add-on, Quality of Earnings, Buy-and-build und mehr erklärt
Hinweis
Dieser Check dient ausschließlich der unverbindlichen Orientierung und stellt keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die Ergebnisse beruhen auf einem vereinfachten, branchenübergreifenden Modell mit den von Ihnen eingegebenen Werten und der Selbsteinschätzung qualitativer Faktoren und ersetzen keine Unternehmensbewertung, keine Financial oder Commercial Due Diligence und keine professionelle Transaktionsberatung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der PE-Tauglichkeits-Index?
Ein Punktwert von 0 bis 100, der ausdrückt, wie ein Private-Equity-Investment-Committee Ihr Unternehmen in der ersten Sichtung einordnen würde. Er fasst acht Faktoren zusammen und ordnet das Ergebnis einem von vier Bändern zu: Nicht PE-tauglich (Pass), Add-on-Kandidat, Plattform-fähig oder Prime-PE-Target. Der Index bewertet die Erwerbbarkeit des Unternehmens, nicht seinen Kaufpreis.
Welche Mindestgröße braucht mein Unternehmen, um für Private Equity interessant zu sein?
Für eine eigenständige Plattform-Investition rechnet der DACH-Lower-Mid-Market in der Regel mit mindestens etwa 2–3 Mio. EUR bereinigtem EBITDA. Zwischen 0,5 und 2 Mio. ist Ihr Unternehmen typischerweise als Add-on für eine bestehende Plattform interessant. Unter 0,5 Mio. EBITDA ist ein direkter institutioneller PE-Einstieg meist nicht darstellbar — dort lohnt der Blick auf strategische Käufer oder eine gezielte Vorbereitung über 12–24 Monate.
Warum ist die Abhängigkeit vom Inhaber so wichtig?
Inhaberabhängigkeit ist das klassische Mittelstandsrisiko und einer der häufigsten Gründe, warum ein gesundes Unternehmen für Private Equity untransaktabel ist. Hängen Vertrieb, Schlüsselkunden und Tagesgeschäft an Ihrer Person, kauft der Fonds ein Klumpenrisiko, das mit dem Closing teilweise wegfällt. Eine funktionierende zweite Führungsebene, die das Geschäft über einen Earn-out hinaus trägt, ist deshalb fast immer Voraussetzung.
Brauche ich einen Berater, um den Check auszufüllen?
Nein. Jede Eingabe ist so gewählt, dass Sie sie als Inhaber selbst beantworten können — Umsatz, bereinigtes EBITDA, Marge, Wachstum, der Anteil wiederkehrender Umsätze, die Anteile Ihrer größten Kunden, die Abhängigkeit von Ihrer Person, Investitionen und gebundenes Working Capital sowie der Zustand Ihres Reportings. Es werden keine Analystenkennzahlen wie WACC, Beta oder ein Bewertungsmultiple verlangt.
Ersetzt der Check eine richtige Unternehmensbewertung oder Due Diligence?
Nein. Der PE-Tauglichkeits-Check ist eine Erstindikation in der Origination-Phase — er beantwortet „Plattform, Add-on oder Pass?“, nicht „Was ist mein Unternehmen wert?“. Er ersetzt weder eine Unternehmensbewertung noch eine Financial oder Commercial Due Diligence. Er zeigt Ihnen, wo Sie aus PE-Sicht stehen und welche Werttreiber Sie vor einem Prozess adressieren sollten.
Mein Unternehmen ist klein, aber sehr profitabel und gut aufgestellt — warum reicht das nicht für das Plattform-Band?
Weil die absolute Größe über den investierbaren Käuferkreis entscheidet. Unterhalb der belastbaren Plattform-Mindestgröße stehen Transaktions-, Struktur- und Governance-Kosten außer Verhältnis zur Ertragskraft. Der Check deckelt das Ergebnis in diesem Fall bewusst, damit exzellente Qualitätsfaktoren keine Größe vortäuschen, die nicht da ist. Als Add-on für eine bestehende Plattform bleiben Sie aber gerade dann hochinteressant.
Was bedeutet QoE-Reife und warum wird sie bewertet?
QoE steht für Quality of Earnings — die Belastbarkeit Ihrer Zahlen in einer Financial Due Diligence. Vermischte private und betriebliche Kosten, fehlende unterjährige Auswertungen und nicht dokumentierte Bereinigungen verlängern jeden Prozess oder lassen Käufer abspringen. QoE-Reife ist zugleich der am schnellsten herstellbare Werthebel: ein strukturiertes Reporting mit sauber getrennter Privat-/Betriebssphäre lässt sich meist binnen Monaten herstellen.