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Value-Creation-Bridge: Woher der PE-Return wirklich kommt

Zerlegen Sie die Equity-Wertschöpfung eines Buyouts zwischen Entry und Exit exakt in ihre drei Treiber — operatives EBITDA-Wachstum, Multiple-Re-Rating und Deleveraging. Mit MOIC, Brutto-IRR und prozentualer Attribution je Treiber. Live im Browser, ohne Anmeldung.

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Entry (Einstieg)

Exit (Verkauf)

Haltedauer & Ausschüttungen

Wertschöpfung ermittelt

MOIC

2,31×

Brutto-IRR p. a.

18,2 %
Entry-Equity45.000.000 €
Exit-Equity104.000.000 €
Wertschöpfung (Equity)59.000.000 €

Attribution

EBITDA-Wachstum47,5 %
Multiple-Expansion23,7 %
Deleveraging28,8 %

76,3 % „verdient" (operativ + Deleveraging) vs. Markt-Re-Rating

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Brücke: Entry-Equity → Exit-Equity

Navy = Anker (Entry/Exit-Equity). Grün = Wertbeitrag, Rot = Wertvernichtung.

45 Mio. €Entry28 Mio. €EBITDA14 Mio. €Multiple17 Mio. €Deleverage104 Mio. €Exit

Treiber-Detail

Entry-Equity (eingesetztes Kapital)45.000.000 €
EBITDA-Wachstum (operativ)28.000.000 €
Multiple-Expansion (Re-Rating)14.000.000 €
Deleveraging (Schuldentilgung)17.000.000 €
Exit-Equity (Veräußerungserlös)104.000.000 €

So funktioniert die Value-Creation-Bridge

Das Modell baut auf der Identität Equity = EBITDA × Multiple − Net Debt auf. Die Wertänderung zwischen Entry und Exit hat damit drei Quellen: mehr (oder weniger) EBITDA, ein höheres (oder niedrigeres) Bewertungs-Multiple und weniger (oder mehr) Netto-Verschuldung. Die Kunst der exakten Zerlegung liegt im Kreuzterm: Wächst sowohl das EBITDA als auch das Multiple, entsteht ein Interaktionseffekt (ΔEBITDA × ΔMultiple), der einer Quelle zugeschlagen werden muss. Wir bewerten das EBITDA-Wachstum zum Entry-Multiple und die Multiple-Expansion zum Exit-EBITDA — dadurch wird der Kreuzterm genau einmal in die Multiple-Säule absorbiert, und die drei Treiber summieren ohne jeden Restposten auf die gesamte Equity-Wertschöpfung. Das ist die Standard-Decomposition aus dem LP-Reporting der großen Fonds.

Exit-Equity = Entry-Equity + EBITDA-Wachstum + Multiple-Expansion + Deleveraging

Wer die Interaktion getrennt sehen will, schaltet auf die 4-Balken-Ansicht: reine Multiple-Expansion (ΔMultiple × Entry-EBITDA), der Kreuzterm (ΔEBITDA × ΔMultiple) als eigener Balken, plus EBITDA-Wachstum und Deleveraging. Auch diese Zerlegung rekonziliert exakt. Zwischenausschüttungen und Recaps fließen bewusst nicht in die Brücke ein — die Brücke misst ausschließlich die Wertänderung der Equity-Position. Ausschüttungen erhöhen nur MOIC und IRR als zusätzlichen Cash-Rückfluss. Eine fremdfinanzierte Recap erscheint deshalb gleichzeitig als negativer Deleveraging-Balken (die Schuld wurde aufgenommen) und als positiver MOIC-Beitrag (die Cash wurde ausgeschüttet) — kein Doppelzählen, sondern zwei unterschiedliche Messgrößen.

MOIC, IRR und „verdient vs. Markt“

MOIC und IRR folgen der Konvention des Schwester-LBO-Rechners. Bei einem einzigen Exit-Cashflow gilt die geschlossene Form IRR = MOIC^(1/Haltedauer) − 1. Sobald kumulierte Ausschüttungen vorliegen, platziert das Modell sie als Einmal-Zahlung in der Mitte des Halts und löst die IRR über eine Bisektion — eine Vereinfachung mangels detailliertem Ausschüttungsplan, die die IRR leicht nach oben verzerrt und transparent ausgewiesen wird. Die Attribution macht die zentrale Ehrlichkeits-Aussage sichtbar: Wie viel der Wertschöpfung ist „verdient“ (operatives EBITDA-Wachstum plus reale Schuldentilgung) und wie viel kam schlicht aus einem freundlicheren Bewertungsumfeld beim Exit? Heben sich die Treiber bei kleiner Netto-Wertschöpfung stark gegenläufig auf, blendet das Tool die Prozentwerte aus und zeigt nur die belastbaren Euro-Balken.

Buy & Build, Wertsteigerung oder Exit-Vorbereitung?

SourcingClub begleitet PE-Fonds und Inhaber im DACH-Mittelstand — von der proprietären Origination über die Plattform-Strategie bis zur Wertschöpfung über den Halt.

Vertrauliches Erstgespräch

Weiterführende Themen

  • LBO-Rechner – berechnet den Return (IRR/MOIC, Debt-Schedule); dieses Tool erklärt seine Quellen
  • EV-Equity-Bridge – die Brücke vom Enterprise Value zum Equity Value am Stichtag
  • PE-Tauglichkeits-Check – ist Ihr Unternehmen überhaupt ein PE-Target?
  • Glossar – MOIC, IRR, Multiple-Arbitrage, Deleveraging und mehr erklärt

Hinweis

Dieser Rechner dient ausschließlich der unverbindlichen Orientierung und stellt keine Bewertungs-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Die Ergebnisse beruhen auf einem vereinfachten Modell mit den von Ihnen eingegebenen Werten und ersetzen keine Unternehmensbewertung, keine Due Diligence und keine professionelle Transaktionsberatung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr.

Häufig gestellte Fragen

Warum summieren sich die drei Treiber exakt zur Equity-Wertschöpfung?

Weil das EBITDA-Wachstum zum Entry-Multiple und die Multiple-Expansion zum Exit-EBITDA bewertet wird. Algebraisch heben sich die Überlappungsglieder (Exit-EBITDA × Entry-Multiple) exakt auf, sodass EBITDA-Wachstum + Multiple-Expansion + Deleveraging zahlengenau Exit-Equity − Entry-Equity ergibt. Der EBITDA×Multiple-Kreuzterm wird dabei genau einmal in die Multiple-Säule absorbiert — kein Restposten, kein Doppelzählen. Das Residuum ist in jedem Fall null.

Wohin gehört der Kreuzterm aus EBITDA- und Multiple-Wachstum?

In der Standard-3-Balken-Ansicht steckt er in der Multiple-Säule (weil diese zum Exit-EBITDA bewertet wird). Das Tool weist ihn zusätzlich als eigene Kennzahl „Kombinations-/Interaktionsterm“ aus. Wer ihn als eigenen Balken sehen will, schaltet auf die 4-Balken-Ansicht — diese rekonziliert ebenfalls exakt.

Zählt Deleveraging den Leverage-Effekt doppelt zum IRR?

Nein. Deleveraging in der Brücke ist die reale Netto-Schuldentilgung (Entry-Net-Debt − Exit-Net-Debt), also generierte Cash, die 1:1 ins Equity fließt. Der Leverage-Hebel selbst — dass ein kleineres Entry-Equity die Rendite multipliziert — wirkt über den MOIC/IRR-Nenner und ist in der Brücke nicht als eigener Balken enthalten. Beide Größen messen Verschiedenes und überschneiden sich nicht.

Wie wird der MOIC bei einer Recap oder Zwischenausschüttung berechnet?

MOIC = (Exit-Equity + kumulierte Ausschüttungen) / Entry-Equity. Die Ausschüttungen erhöhen den Rückfluss an den Sponsor, verändern aber NICHT die Equity-Brücke selbst. Bei einer fremdfinanzierten Recap sehen Sie deshalb gleichzeitig einen negativen Deleveraging-Balken (mehr Schulden) und einen höheren MOIC (ausgeschüttete Cash) — das ist konsistent, nicht widersprüchlich.

Was passiert bei Wertvernichtung oder einem Totalverlust?

Die Brücke bleibt exakt: negative Treiber (EBITDA-Rückgang, Multiple-Kontraktion, Re-Leveraging) erscheinen als negative Balken. Die Attribution wird über den Absolutbetrag der Wertschöpfung normiert, sodass das Vorzeichen je Treiber lesbar bleibt und die Anteile auf −100 % summieren. Bei negativem Erlös wird der MOIC auf 0,0× gefloort (man kann nicht weniger als die eingesetzte Equity verlieren), die IRR ist dann nicht definiert („n. a.“).

Für wen ist die Value-Creation-Bridge gedacht?

Für PE-Deal-Teams und Operating Partner, die im LP-Reporting oder in der Post-Mortem-Analyse zeigen müssen, woher der Return stammt — und für anspruchsvolle Inhaber und Verkäufer, die verstehen wollen, wie ein Finanzinvestor Wert schafft: wie viel davon echte operative Leistung ist, wie viel Bilanz-Optimierung und wie viel schlicht ein freundlicheres Marktumfeld beim Exit.