Steuerberater und mittelständische Wirtschaftsanwälte stehen an drei wiederkehrenden Punkten allein: ein Mandant fragt nach Nachfolge oder Verkauf, ein Gesellschafterstreit erzwingt einen Exit, ein Carve-out steht an. Wer keine eigene M&A-Praxis aufbaut, hat zwei unbefriedigende Optionen — den Mandanten an einen generalistischen Vermittler verlieren oder selbst beraten, ohne den Käufermarkt zu kennen.
Wir bieten eine dritte Variante: gemeinsame Begleitung, klare Rollenteilung, keine Honorarvermischung. Sie behalten Ihren Mandanten, wir liefern Marktzugang, Käufer-Vorqualifizierung und Verhandlungsführung. Das Modell ist explizit für die drei Berufsstände entwickelt, deren Berufsordnungen Empfehlungsprovisionen untersagen — Anwaltschaft, Steuerberater, Notariat.
Drei Säulen des Netzwerks
Listing, Co-Counsel und Content decken unterschiedliche Einbindungstiefen ab. Sie wählen die Stufe, die zu Ihrer Kanzleisituation und Ihrem Mandantenfeld passt — ein Wechsel zwischen den Stufen ist jederzeit möglich.
Stufe 1
Listing-Partner
Reziproke Sichtbarkeit ohne Mandatsbindung
Sie erscheinen mit Profil im kuratierten Verzeichnis, erhalten quartalsweise einen Marktbericht zu Multiples und Käuferlandschaft, und können bei Mandantengesprächen auf eine geprüfte Co-Beratungs-Adresse verweisen. Kein Mandatszwang, keine Exklusivität.
Wenn ein Mandant verkauft, übernehmen Sie steuerliche Strukturierung oder Vertragswerk; wir übernehmen Sourcing, Buyer-Match und Verhandlungs-Sparring. Jede Seite rechnet direkt mit dem Mandanten ab. Keine Honorarteilung, keine Empfehlungsprovision.
Sie erhalten ein co-gebrandetes Whitepaper, einen Bewertungs-Schnellcheck mit Ihrem Logo und Zugang zu gemeinsamen Webinaren. Geeignet für Kanzleien, die das Thema Nachfolge aktiv besetzen wollen, ohne selbst einen M&A-Apparat aufzubauen.
Die Arbeitsteilung folgt der Logik: wer ohnehin näher am Thema steht, übernimmt es. Wir bringen den Käufermarkt, Sie bringen die Mandantenbeziehung und die Domänenexpertise in Steuer- und Vertragsrecht. Die folgende Tabelle ist die kanonische Verantwortungs-Aufteilung in einem Co-Counsel-Mandat.
SourcingClub übernimmt
Sie als Mandantenberater übernehmen
Marktansprache und Sourcing: Identifikation passender Käufer aus PE-, Family-Office- und Strategen-Universum.
Steuerliche Strukturierung: Asset- vs. Share-Deal, Earn-Out-Mechanik, Holding-Aufbau, Steuerneutralität.
Buyer-Match: Erstgespräche mit drei bis fünf vorqualifizierten Käufern, anonymisiertes Teaser-Profil.
Mandantenführung: persönliche Beziehung, Lebensplanung, familiäre und gesellschaftsrechtliche Sortierung.
Berufsrechtliche Klarstellung
Drei Sätze, die für jede Mandatsanbahnung gelten und auf die jeder Partner verweisen können soll. Sie sind die Geschäftsgrundlage des Netzwerks.
Erstens
Es fließt kein Honorar zwischen SourcingClub und Ihrer Kanzlei. Keine Provision, kein Tippgeld, kein Affiliate-Modell. Empfehlungen erfolgen ohne Vergütungsversprechen.
Zweitens
Co-Beratung läuft in getrennten Honorarverhältnissen. Sie rechnen Ihre eigene Leistung nach StBVV oder RVG direkt mit dem Mandanten ab. Wir rechnen unsere Sourcing-Leistung direkt mit dem Mandanten ab.
Drittens
Die Empfehlung erfolgt mit ausdrücklicher Mandantenzustimmung und wird aktenmäßig dokumentiert. Auf Wunsch stellen wir hierfür einen kurzen Aktenvermerk-Vordruck bereit.
Referenzen: § 49b Abs. 3 BRAO (Verbot kausaler Vermittlungsvergütung für Rechtsanwälte), Berufsordnung der Steuerberater (BOStB) i. V. m. § 9 StBerG (Würde des Berufs, Unabhängigkeit). Die berufsrechtliche Einzelfallprüfung bleibt Aufgabe der Kanzlei. Eine Mustervereinbarung wird vor Aufnahme ausgehändigt.
Drei anonymisierte Cases
Wiederkehrende Auslöser, in denen das Netzwerk in den letzten achtzehn Monaten getragen hat. Personen, Standorte und Branchen-Subsegmente sind verfremdet, die Strukturen entsprechen realen Mandaten.
Steuerberater
Generationenwechsel: Mandant fragt nach Optionen, ein Kind übernimmt nicht
Gebäudetechnik · 14 Mio Umsatz
Ein langjähriger Mandant eines Hamburger Steuerberaters stellt im Jahresgespräch beiläufig die Frage, ob es Käufer für seinen Betrieb gäbe. Der Sohn habe sich gegen die Nachfolge entschieden, der Mandant sei 62 und unsicher, wie er ohne Druck Optionen prüfen kann. Der Steuerberater verweist auf das Multiplier-Netzwerk, holt die Mandantenzustimmung und stellt den Kontakt her. Drei Wochen später liegt ein anonymisierter Markttest mit fünf Käuferprofilen vor.
ErgebnisMandant entscheidet nach zwölf Monaten für einen mittelständischen Buy-and-Build-Investor. Steuerberater bleibt Mandatsführer für Strukturierung und laufende Beratung, kein Honorarfluss zur Kanzlei.
Wirtschaftsanwalt
Gesellschafterstreit erzwingt Trennung der Anteilseigner
IT-Services · 9 Mio Umsatz
Zwei Gesellschafter eines IT-Dienstleisters in NRW streiten über die strategische Ausrichtung. Der Wirtschaftsanwalt eines der beiden Gesellschafter bereitet eine gerichtliche Auseinandersetzung vor, sieht aber eine außergerichtliche Trennung als wertschonender. Über das Multiplier-Netzwerk wird ein Käufer für die Mehrheit gesourct, der bestehende Geschäftsführer behält 25 Prozent und Operative Verantwortung. Anwalt verhandelt SPA und Gesellschaftervereinbarung.
ErgebnisTrennung in fünf Monaten abgeschlossen, ohne gerichtliche Auseinandersetzung. Anwalt rechnet nach RVG mit seinem Mandanten ab; SourcingClub rechnet Sourcing-Leistung mit dem verkaufenden Gesellschafter ab.
Family-Office-Berater
Carve-out einer nicht-strategischen Tochter
Industrieservices · 22 Mio Umsatz
Ein Family Office in München hält ein Mischportfolio, in dem ein Industrieservices-Betrieb operativ nicht mehr zur Kernstrategie passt. Der Family-Office-Berater (Listing-Partner) leitet den Carve-out-Auftrag an das Netzwerk. SourcingClub strukturiert die Käufersuche unter sechzehn vorqualifizierten PE-Häusern, der Family-Office-Berater behält die Mandantenführung gegenüber der Familie und steuert die Reporting-Logik.
ErgebnisVerkauf an einen branchenfokussierten PE-Fonds nach acht Monaten. Family-Office-Berater bleibt Vermögensverwalter für die freigesetzte Liquidität, keine Provision, klare Honorartrennung.
Mandantenbindungs-Tools
Drei Werkzeuge, die Sie als Listing- oder Content-Partner für die Mandantenarbeit nutzen können — ohne dass damit eine Verkaufsabsicht angenommen wird. Sie dienen der Beratungstiefe und der Mandantenbindung, nicht der Vermittlung.
Whitepaper
Unternehmensverkauf-Begleitung für Steuerberater und Wirtschaftsanwälte 2026. Marktlage, Co-Beratungsmodelle, Skripte für das Mandantengespräch.
20-30 Seiten zur Marktlage, Co-Beratungsmodellen, Honorar-Trennung nach BRAO und StBerG, Skripten für das Mandantengespräch, NDA-Templates und Due-Diligence-Checkliste. Erscheint KW 23; mit der Anforderung sind Sie auf der Verteilerliste und erhalten das Whitepaper unmittelbar nach Fertigstellung per E-Mail.
Vertiefung pro Berufsgruppe
Je nach Berufsgruppe sehen Ablauf, Gesprächsskript und juristische Einbindung anders aus. Wir haben für die zwei häufigsten Berufsgruppen jeweils eine eigene Page mit detaillierter Anleitung:
Das Netzwerk steht nicht für sich. Es bündelt unsere laufende Arbeit aus Buy-Side-Mandaten, Sektor-Mapping und Bewertungs-Forschung in eine Form, die für Sie als Mandantenberater anschlussfähig ist. Wer sich orientieren möchte:
M&A-Berater finden für Mandanten, die einen externen Beraterprozess prüfen.
Häufige Fragen zum Multiplier-Netzwerk
Verstößt eine Empfehlung gegen § 49b BRAO oder berufsrechtliche Vorgaben für Steuerberater?
Nicht in der Form, wie unser Modell ausgestaltet ist. Untersagt ist nach § 49b Abs. 3 BRAO eine Vergütung, die kausal an die Vermittlung eines Mandats geknüpft ist; für Steuerberater gilt Vergleichbares über § 9 StBerG und die Berufsordnung. Unser Modell sieht keinerlei Provisionsfluss zwischen SourcingClub und der Kanzlei vor. Sie und wir rechnen jeweils direkt mit dem gemeinsamen Mandanten ab, jeweils für die eigene Leistung. Die Empfehlung selbst erfolgt mit Mandantenzustimmung, ohne dass damit ein Honorarversprechen verbunden ist.
Wie wird die Diskretion gegenüber Mandanten, Mitarbeitern und Wettbewerbern gewahrt?
Diskretion entsteht in mehreren Schichten. Erstens bleibt das Unternehmen im ersten Schritt anonymisiert. Wir sprechen Käufer mit einem sektor- und größengetreuen Teaser an, ohne Name oder Standort offenzulegen. Zweitens unterzeichnet jeder Interessent eine Vertraulichkeitsvereinbarung, bevor er Detailinformationen erhält. Drittens wird der Kreis im Unternehmen klein gehalten: Inhaber, gegebenenfalls CFO oder eine Vertrauensperson. Viertens sehen unsere Co-Counsel-Letter eine Vertraulichkeitsklausel zwischen den beteiligten Beratern vor.
Wann sollte ich als Steuerberater oder Anwalt den Kontakt zu Ihnen herstellen?
Sobald das Thema Verkauf, Nachfolge oder strategische Partnerschaft mehr als eine flüchtige Bemerkung des Mandanten ist. Je früher wir gemeinsam einsteigen, desto sauberer lässt sich die Bewertungsbasis vorbereiten: Bilanzbereinigung, EBITDA-Normalisierung, Inhaberabhängigkeit reduzieren, Vertragswerke modernisieren. Realistisch sind 12 bis 18 Monate Vorlaufzeit für eine wertoptimierte Transaktion. Wer kurz vor dem geplanten Verkauf einsteigt, lässt regelmäßig erhebliche Bewertungsspielräume liegen.
Wie funktioniert die Honorar-Trennung in einem konkreten Mandat?
Jede Seite stellt dem Mandanten eine eigene Rechnung über die eigene Leistung. Sie als Steuerberater rechnen nach StBVV oder Stundensatz für steuerliche Strukturierung, laufende Beratung und Due-Diligence-Unterstützung ab. Der Wirtschaftsanwalt rechnet nach RVG oder Stundensatz für das Vertragswerk und die Verhandlungsführung ab. SourcingClub rechnet eine Sourcing-Fee mit dem Mandanten ab, üblich ist eine Kombination aus einer kleinen monatlichen Pauschale (Retainer) und einer erfolgsabhängigen Vergütung am Closing. Diese drei Honorare sind voneinander unabhängig.
Was passiert, wenn ich meinen Mandanten nicht aus der Hand geben will?
Dann bleibt er bei Ihnen. Co-Beratung heißt explizit nicht, dass wir Ihr Mandat übernehmen oder die Mandantenbeziehung lockern. Sie führen die steuerliche oder juristische Beratung weiter, wir ergänzen punktuell für den Sourcing- und Verhandlungsteil. Die Mandantenkommunikation läuft in der Regel weiterhin primär über Sie; wir treten erst aktiv in Erscheinung, sobald das Sourcing-Setup vorbereitet ist und der Mandant ein konkretes Käufergespräch wünscht.
Welche Haftungsrisiken übernehme ich, wenn ich Sie einem Mandanten empfehle?
Die Empfehlung als solche begründet kein eigenständiges Haftungsverhältnis, solange Sie keine Eignungsgarantie aussprechen. Üblich und ausreichend ist eine sachliche Hinweisempfehlung. Den weiteren Vertragsschluss schließt der Mandant direkt mit uns ab. Sie haften für die Leistung Ihrer eigenen Mandatstätigkeit; wir haften für die Sourcing- und Verhandlungs-Leistung. Wer auf Nummer sicher gehen will, dokumentiert die Empfehlung kurz aktenmäßig.
Wie lange dauert ein Verkaufsprozess in Co-Beratung typischerweise?
Vom strukturierten Mandat bis zum Closing rechnen Sie mit sechs bis zwölf Monaten. Eine sinnvolle Vorbereitungsphase mit Bilanzbereinigung, Bewertungsgrundlage und Information Memorandum verlängert den Gesamthorizont auf zwölf bis achtzehn Monate. Bei komplexeren Strukturen wie Carve-outs, internationalen Käufern oder kartellrechtlich relevanten Größenordnungen sind 18 bis 24 Monate realistisch.
Welche Mandantenfelder eignen sich am besten für die Zusammenarbeit?
Inhabergeführter Mittelstand mit fünf bis hundert Millionen Euro Umsatz, EBITDA ab etwa 500.000 Euro, in einem Sektor mit aktiver PE- oder Strategen-Landschaft. Konkrete Schwerpunkte aktuell: Industrieservices, Gebäudetechnik und Brandschutz, Healthcare und MedTech, IT-Services und Software, Facility Services, Umwelt und Entsorgung, TIC. Für sehr kleine Unternehmen unter zwei Millionen Umsatz lohnt sich der strukturierte Prozess regelmäßig nicht; hier verweisen wir transparent auf andere Wege.
Was kostet die Aufnahme ins Netzwerk?
Nichts. Es gibt keine Listing-Gebühr, keinen Jahresbeitrag, keine Plattform-Provision. Aufgenommen werden Kanzleien mit mindestens drei Jahren Praxis im Mittelstandsfokus und einem klar definierten Mandantenfeld. Die Aufnahme erfolgt nach einem Kurzgespräch und einer schriftlichen Mustervereinbarung, in der die Berufsrechtskonformität dokumentiert ist.
Welche Vergütungsmodelle laufen zwischen SourcingClub und dem Mandanten?
Im Standardfall eine zweistufige Vergütung: ein monatlicher Retainer im niedrigen vierstelligen Bereich für die laufende Sourcing-Arbeit, plus eine erfolgsabhängige Komponente am Closing, gestaffelt nach Transaktionsvolumen. Die exakte Höhe ist mandatsspezifisch. Wichtig: Diese Vergütung zahlt der Mandant an SourcingClub, nicht über die Kanzlei. Sie sehen die Höhe transparent im gemeinsamen Vorbereitungsgespräch.
Können Sie Mandanten auch ausschließlich vorbereiten, ohne Verkaufsmandat?
Ja. Wir haben ein Vorbereitungs-Setup, das auf 90 Tage angelegt ist und Bewertungsbasis, Information Memorandum, Käuferlandkarte und Verhandlungsstrategie aufbereitet, ohne dass ein Verkaufsentschluss gefasst sein muss. Mandanten, die noch unsicher sind, gewinnen damit Optionalität und können später entscheiden, ob und wann sie an den Markt gehen.
Wie werden internationale Mandanten oder grenzüberschreitende Transaktionen abgebildet?
Wir arbeiten DACH-weit, der Schwerpunkt liegt auf inhabergeführten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei grenzüberschreitenden Strukturen binden wir je nach Fall einen weiteren Co-Counsel im Zielmarkt ein. Die Logik der getrennten Honorarverhältnisse bleibt erhalten.