Ihr Mandant denkt an Verkauf. Was tun?
Drei Phasen — Anbahnung, Erstgespräch, Co-Beratung — plus Gesprächsskript und Haftungsklarstellung. Für Steuerberater, die ihren Mandanten halten und im Verkaufsprozess begleiten wollen.
Drei Phasen im Überblick
Die Aufteilung folgt der Logik, dass Sie die Mandantenbeziehung führen und wir das Käufermarktwissen beisteuern. Jede Phase hat eine klare Verantwortlichkeit auf Ihrer Seite und eine klare Verantwortlichkeit auf unserer Seite. Das Mandantenerleben bleibt: ein zentraler Ansprechpartner für alle steuerlichen Fragen — Sie.
In der Hub-Page finden Sie die vollständige Verantwortungstabelle für ein Co-Counsel-Mandat über alle Berufsgruppen hinweg. Die folgende Phasenlogik ist die Steuerberater-spezifische Anwendung.
Phase 1: Anbahnungs-Gespräch in Ihrer Kanzlei
Timing: Beim Jahresgespräch oder anlassbezogen
Der Mandant stellt eine Frage zu Verkauf, Nachfolge oder strategischer Partnerschaft. In dieser Phase entscheidet sich, ob das Thema in eine strukturierte Begleitung übergeht oder nicht. Ihre Aufgabe ist sortieren, nicht beraten, nicht verkaufen.
Was Sie tun
- Anlass präzisieren: Generationenwechsel, abgesagte Familien-Nachfolge, Gesundheits-Trigger, Strategie-Trigger oder Liquiditätsmotiv?
- Zeitachse abfragen: Drei Monate, ein Jahr, drei Jahre? Sehr unterschiedliche Vorbereitungspfade.
- Sachliche Hinweisempfehlung aussprechen, ohne Eignungsgarantie. Aktenvermerk anlegen (Datum, Anlass, Mandantenzustimmung).
Was wir tun
- Nach Ihrem Hinweis bereiten wir das Erstgespräch vor: Sektor-Mapping, Multiples-Range, Käuferlandschaft im jeweiligen Größensegment.
- Wir prüfen vorab, ob das Unternehmen größen- und sektorseitig in unsere Mandatsschwerpunkte fällt.
- Falls nicht, sagen wir das transparent zurück, damit Sie Ihrem Mandanten eine alternative Adresse nennen können.
Was der Mandant erlebt
- Der Mandant erlebt Sie als sortiert und unaufgeregt. Keine Verkaufsrhetorik, keine Drucksituation.
- Er versteht, dass es eine Option auf einen strukturierten Prozess gibt, ohne dass er sich heute zu irgendetwas verpflichten muss.
- Er nimmt mit: Sie als Steuerberater bleiben der zentrale Ansprechpartner, auch wenn ein zweiter Berater dazukommt.
Phase 2: Erstgespräch mit SourcingClub
Timing: Ein bis drei Wochen nach dem Anbahnungs-Gespräch
Drei-Wege-Termin mit Mandant, Ihnen und SourcingClub. 45 bis 60 Minuten, per Video-Call oder vor Ort. Ziel: Eckdaten sortieren, Mandanten-Erwartung kalibrieren, Optionen aufzeigen. Kein Mandatsabschluss in diesem Termin.
Was Sie tun
- Sie moderieren den Einstieg, weil Sie die Mandantenbeziehung halten. Anlass und Zeitachse rekapitulieren.
- Sie stellen sicher, dass die steuerlichen Implikationen jeder besprochenen Option (Asset- versus Share-Deal, Earn-Out, Holding) sauber im Raum sind.
- Sie zeichnen die Honorar-Trennung am Whiteboard auf: Ihre Rechnung läuft an den Mandanten, unsere Rechnung läuft an den Mandanten.
Was wir tun
- Wir bringen drei bis fünf indikative Käuferprofile mit, ohne Namensnennung. Mittelständische PE, strategische Käufer, gegebenenfalls Family Offices mit Sektor-Track-Record.
- Wir liefern einen indikativen Bewertungsbereich auf Basis vergleichbarer Transaktionen und EBITDA-Multiples im jeweiligen Sektor.
- Wir skizzieren den Prozess in groben Strichen: 12 bis 18 Monate Vorlaufzeit, Aufgabenteilung, Inhaber-Engagement.
Was der Mandant erlebt
- Der Mandant erlebt eine klare Rollenverteilung. Niemand will ihm etwas verkaufen, alle drei Akteure haben einen definierten Beitrag.
- Er bekommt zum ersten Mal eine belastbare Größenordnung für den möglichen Verkaufserlös und versteht, was ihn an Aufwand und Zeit erwartet.
- Er entscheidet am Ende nicht über einen Verkauf, sondern über den nächsten Vorbereitungsschritt — oder das geordnete Aufschieben.
Phase 3: Co-Beratung bis Closing
Timing: Sechs bis achtzehn Monate, je nach Vorlaufstand
Wenn der Mandant in die strukturierte Vorbereitung eintritt, läuft die parallele Co-Beratung. Sie bleiben Mandatsführer für alles Steuerliche, wir übernehmen Marktansprache, Käufer-Sortierung und Verhandlungs-Sparring. Klare Rollen, regelmäßige Abstimmung, getrennte Honorare.
Was Sie tun
- Bilanzbereinigung, EBITDA-Normalisierung, Inhaberabhängigkeit reduzieren — die wertbildenden Maßnahmen in den zwölf Monaten vor Marktansprache.
- Steuerliche Strukturierung des Deals nach Asset- versus Share-Deal-Logik, Holding-Aufbau, Vorbereitung der Kaufpreisversteuerung.
- Begleitung in Due Diligence: Beantwortung steuerlicher Q&A des Käufers, Bereitstellung der Steuer-Datenraum-Dokumente.
Was wir tun
- Erstellung Information Memorandum und anonymisierter Teaser. Erstellung Long- und Shortlist der Käufer.
- Käuferansprache, Erstgespräche, NDA-Steuerung, indikative Angebote. Anschließend Datenraum-Management und Q&A-Steuerung.
- Verhandlungs-Sparring zu Preis, Earn-Out-Struktur und Garantiekatalog gegenüber dem Käufer; Übergabe in den Vertragsentwurf zwischen Mandant und Käufer-Anwalt.
Was der Mandant erlebt
- Der Mandant erlebt einen geordneten Prozess statt eines diffusen Verkaufsversuchs. Jede Woche ein klarer Statuspunkt.
- Er behält die Hoheit über die Entscheidungen, weil jede Käuferansprache mit ihm vorbereitet wird und er die Käuferauswahl steuert.
- Er sieht: Diskretion funktioniert. Mitarbeiter und Wettbewerber erfahren bis zum Closing nichts.
So sprechen Sie das Thema an
Vier Skript-Varianten, abhängig vom Anlass. Der gemeinsame Kern: Sie ordnen ein, ohne zu verkaufen. Sie nennen eine Option, ohne Druck aufzubauen. Sie machen die Honorar-Trennung früh transparent, damit das Vertrauen steht. Klicken Sie auf eine Variante, um den Mustertext zu öffnen.
Variante A: Generationenwechsel, keine Familien-Nachfolge
„Sie hatten erwähnt, dass Ihr Sohn sich gegen die Übernahme entschieden hat. Das ist eine der häufigsten Situationen im inhabergeführten Mittelstand und strukturell gut lösbar. Ich begleite Sie in der steuerlichen Strukturierung, in der Bewertungsbasis und in der Vorbereitung — Bilanzbereinigung, EBITDA-Normalisierung, Holding-Aufbau. Für die Käufersuche und die Verhandlung arbeite ich mit einer auf Mittelstandstransaktionen spezialisierten Boutique zusammen, mit der ich Sie auf Wunsch zusammenführe. Es fließt keine Empfehlungsprovision zwischen uns; die Honorare sind getrennt, Sie zahlen jede Seite direkt für die jeweilige Leistung.“
Variante B: Gesundheits-Trigger, eilige Sortierung
„Ich verstehe, dass die Situation derzeit vordringlich ist. Schnellverkäufe enden regelmäßig mit deutlichen Bewertungsabschlägen, das ist ein Punkt, den wir vermeiden sollten. Mein Vorschlag: Wir bringen parallel zwei Dinge auf die Bahn. Erstens ordnen wir kurzfristig Ihre Gesellschafter- und Steuersituation, damit Sie handlungsfähig bleiben, falls Sie länger ausfallen. Zweitens hole ich eine spezialisierte Sourcing-Boutique dazu, damit wir eine realistische Käufersituation einschätzen können, bevor Sie eine Verkaufsentscheidung treffen müssen. Beide Schritte laufen vertraulich, ohne dass irgendetwas im Markt bewegt wird.“
Variante C: Strategie-Trigger, Wachstumsfinanzierung
„Ein Komplettverkauf ist nicht der einzige Weg. Wenn Sie wachsen wollen und gleichzeitig persönlich Liquidität freisetzen, gibt es Modelle mit Mehrheitspartner und Rückbeteiligung. Steuerlich strukturiere ich das mit Ihnen — Holding, Anteilsbewertung, Mitverkaufsklauseln, langfristige Beteiligungslogik. Den Käufermarkt für solche Konstellationen kenne ich nicht in der Tiefe, dafür arbeite ich mit einer spezialisierten Boutique zusammen. Sie würden in einem ersten Termin unverbindlich die Optionen kennenlernen — zwei Honorare, klar getrennt, keine Vermittlungsprovision zwischen uns.“
Variante D: Mandant fragt nach Bewertung, ohne Verkaufsabsicht
„Eine belastbare Unternehmensbewertung jenseits des Faustformel-Ansatzes braucht zwei Komponenten: eine saubere EBITDA-Basis, die wir gemeinsam herleiten, und eine realistische Multiples-Range aus tatsächlichen Transaktionen in Ihrem Sektor. Die zweite Seite kann ich Ihnen nicht aus den Lehrbuchwerten geben — dafür hole ich eine Boutique dazu, die laufend in Ihrem Marktsegment unterwegs ist. Sie bekommen damit eine Größenordnung, mit der Sie unabhängig von einer Verkaufsentscheidung planen können, etwa zur Altersvorsorge oder Nachlassregelung.“
Haftung und berufsrechtliche Klarstellung
Drei Punkte sichern die Empfehlung berufsrechtlich ab. Die sachliche Hinweisempfehlung an eine geprüfte externe Adresse begründet kein eigenständiges Haftungsverhältnis, solange keine Eignungsgarantie ausgesprochen wird. § 9 StBerG verlangt Unabhängigkeit und die Wahrung der Würde des Berufs — beides ist gewahrt, solange keine Vergütung an die Mandatsvermittlung gekoppelt ist. Die BOStB konkretisiert diese Vorgaben und untersagt ausdrücklich jede Form der kausalen Empfehlungsvergütung.
- Erstens — kein Honorarfluss
Zwischen SourcingClub und Ihrer Kanzlei fließt keine Vergütung. Keine Provision, kein Tippgeld, kein Affiliate-Modell, keine Beteiligung am Closing-Erfolg. Damit ist die Empfehlung berufsrechtlich von Anfang an sauber.
- Zweitens — getrennte Honorarverhältnisse
Sie rechnen Ihre Leistung nach StBVV oder Stundensatz direkt mit dem Mandanten ab. Wir rechnen unsere Sourcing-Leistung direkt mit dem Mandanten ab. Beide Rechnungen sind transparent und voneinander unabhängig. Eine optionale Anwaltsleistung läuft ebenfalls separat.
- Drittens — Aktenvermerk
Die Empfehlung wird mit ausdrücklicher Mandantenzustimmung ausgesprochen und aktenmäßig dokumentiert. Drei Zeilen genügen: Datum, Anlass, Zustimmung des Mandanten, gegebenenfalls genannte Alternativen. Auf Wunsch stellen wir einen Vermerk-Vordruck bereit.
Referenzpunkt: Für Rechtsanwälte hat das OLG Dresden am 06.04.2023 die Unzulässigkeit kausaler Vermittlungsvergütung unter § 49b Abs. 3 BRAO erneut bestätigt. Die strukturelle Logik überträgt sich analog auf das berufsrechtliche Empfehlungsgefüge für Steuerberater nach § 9 StBerG und BOStB. Die berufsrechtliche Einzelfallprüfung bleibt Aufgabe der Kanzlei.
Ablauf des Erstgesprächs
Wenn Sie uns einen Mandanten vorstellen, läuft das Erstgespräch nach einer festen Logik. Vorbereitung dauert bei uns rund drei Werktage nach Ihrer Mail. Der Termin selbst ist 45 bis 60 Minuten lang, per Video-Call oder vor Ort in der Kanzlei.
- Minute 0 bis 10
Sie eröffnen, rekapitulieren Anlass und Zeitachse aus dem Anbahnungs-Gespräch. Der Mandant ergänzt gegebenenfalls. Klare Rollenverteilung wird benannt.
- Minute 10 bis 30
Wir stellen Käuferlandschaft im jeweiligen Sektor vor, indikative Multiples-Range und mögliche Buyer-Profile. Keine Namen, kein Druck. Der Mandant darf Fragen stellen.
- Minute 30 bis 45
Aufgabenteilung wird konkret skizziert: was Sie übernehmen, was wir übernehmen, in welcher Reihenfolge. Honorar-Logik wird transparent gemacht, auch in Größenordnungen.
- Minute 45 bis 60
Nächste Schritte für die kommenden vier Wochen. Kein Mandatsabschluss im Termin. Der Mandant nimmt sich Bedenkzeit und entscheidet im Nachgang gemeinsam mit Ihnen.
Whitepaper für Steuerberater: Unternehmensverkauf-Begleitung 2026
Inklusive vollständigem Gesprächsskript, Aktenvermerk-Vordruck, Haftungsklarstellung, Honorar-Trennungs-Mustervereinbarung und Marktdaten-Update DACH 2026. Erscheint KW 23.
Weiterführend
- Hub-Page Multiplier-Netzwerk mit Drei-Säulen-Modell, Verantwortungstabelle und Anonymisierten Cases.
- Co-Counsel-Modell für Wirtschaftsanwälte — wenn der Mandant bereits einen Anwalt im Mandat hat.
- Nachfolgeberatung Multiplier-Leitfaden 2026 mit Marktlage, Frühindikatoren und Honorar-Modellen.
- Partner werden — Aufnahmeprozess für Listing, Co-Counsel oder Content.
- EBITDA-Multiples DACH 2026 als Bewertungsbasis für jedes Mandantengespräch.
- Bewertungsrechner für die erste Einordnung mit Mandantendaten.
- Unternehmensnachfolge — Modelle, Steuern, Timeline
- Unternehmen verkaufen an Private Equity — für Mandanten, die einen PE-Käufer in Erwägung ziehen.
- Verkaufsprozess für Inhaber zum Weiterleiten an den Mandanten.
- Diskretion im Verkaufsprozess für Mandanten, die Vertraulichkeit priorisieren.
- Asset Deal versus Share Deal für die steuerliche Strukturierungs-Entscheidung.
- Sektoren-Übersicht mit unseren aktuellen Mandatsschwerpunkten in DACH.
- M&A-Berater finden für Mandanten, die einen vollen Beraterprozess prüfen.
- Blog: Unternehmensnachfolge im Mittelstand mit Private Equity
- Blog: Inhaberabhängigkeit reduzieren und Unternehmenswert steigern
- Blog: Unternehmen verkaufen — Steuern
- Blog: Unternehmensverkauf vorbereiten — Checkliste
Häufige Fragen
Verstößt die Empfehlung gegen § 9 StBerG oder die Berufsordnung?
Nicht in der Form, wie wir das Modell ausgestaltet haben. Untersagt ist nach § 9 StBerG und BOStB jede Form der Vergütung, die kausal an die Vermittlung eines Mandats geknüpft ist. Unser Modell sieht keinerlei Provisionsfluss zwischen SourcingClub und Ihrer Kanzlei vor. Jede Seite rechnet ihre eigene Leistung direkt mit dem gemeinsamen Mandanten ab — Sie nach StBVV oder Stundensatz, wir mit einem separat vereinbarten Sourcing-Honorar. Die Empfehlung selbst erfolgt als sachliche Hinweisempfehlung mit ausdrücklicher Mandantenzustimmung und wird per Aktenvermerk dokumentiert. Damit sind die berufsrechtlichen Eckpunkte (Unabhängigkeit, Würde des Berufs, Verbot der Mandatsvermittlungsvergütung) sauber abgedeckt.
Wie wahre ich die Diskretion gegenüber Mandanten, Mitarbeitern und Wettbewerbern?
Diskretion entsteht in vier Schichten. Erstens bleibt das Unternehmen im ersten Schritt anonymisiert; Käuferansprache erfolgt mit sektor- und größengetreuem Teaser ohne Name oder Standort. Zweitens unterzeichnet jeder ernsthafte Interessent eine Vertraulichkeitsvereinbarung, bevor er Detailinformationen erhält. Drittens bleibt der Kreis im Unternehmen klein — Inhaber, gegebenenfalls CFO oder eine Vertrauensperson. Viertens sieht unser Co-Counsel-Letter eine Vertraulichkeitsklausel zwischen den beteiligten Beratern vor. Sie behalten als Steuerberater jederzeit die Kontrolle darüber, welche Information wann an wen geht.
Wie funktioniert die Honorar-Trennung konkret im Mandat?
Drei voneinander unabhängige Rechnungswege. Sie als Steuerberater rechnen nach StBVV oder vereinbartem Stundensatz für laufende Steuerberatung, EBITDA-Normalisierung, steuerliche Strukturierung des Deals (Asset- versus Share-Deal, Earn-Out-Behandlung, Holding-Aufbau) und Due-Diligence-Unterstützung ab. Ein optional eingebundener Wirtschaftsanwalt rechnet nach RVG oder Stundensatz für NDA, LOI, SPA und Gesellschaftervereinbarung ab. SourcingClub rechnet eine Sourcing-Fee mit dem Mandanten ab, üblich als Kombination aus monatlicher Retainer-Pauschale und erfolgsabhängiger Komponente am Closing. Diese drei Honorare laufen rechtlich und faktisch getrennt, kein Teil davon fließt zwischen den Beratern.
Wie lange dauert ein Verkaufsprozess in Co-Beratung typischerweise?
Vom strukturierten Mandat bis zum Closing rechnen Sie mit sechs bis zwölf Monaten. Eine sinnvolle Vorbereitungsphase mit Bilanzbereinigung, Bewertungsgrundlage und Information Memorandum verlängert den Gesamthorizont auf zwölf bis achtzehn Monate. Bei komplexeren Strukturen wie Carve-outs, internationalen Käufern oder kartellrechtlich relevanten Größenordnungen sind 18 bis 24 Monate realistisch. Je früher Sie das Thema mit dem Mandanten strukturieren und wir parallel die Käuferlandkarte aufsetzen, desto sauberer lässt sich die Bewertungsbasis vorbereiten und desto weniger Wert bleibt im Prozess liegen.
Wie läuft die Kommunikation zwischen Ihnen, mir und dem Mandanten?
Standard ist eine Dreieckskommunikation mit klarer Mandatsführung. Operativ läuft die Mandantenkommunikation primär weiter über Sie; Sie bleiben der erste Ansprechpartner für alle steuerlichen und strategischen Fragen. Wir treten in Erscheinung, sobald konkrete Käufergespräche anstehen, und melden uns aktiv zurück zu jedem Schritt — typischerweise wöchentlich per kurzem Status. Bei jedem Käufer-Erstgespräch nehmen wir Sie ein, wenn der Mandant das wünscht. Steuerliche Implikationen einer Bieterstruktur oder eines Vertragsentwurfs werden vor Mandantengespräch zwischen uns geklärt.
Welche Haftungsrisiken übernehme ich, wenn ich SourcingClub empfehle?
Die sachliche Hinweisempfehlung an eine geprüfte externe Adresse begründet kein eigenständiges Haftungsverhältnis, solange Sie keine Eignungsgarantie aussprechen. Den weiteren Vertragsschluss schließt der Mandant direkt mit uns ab. Sie haften für Ihre Mandatstätigkeit, wir haften für die Sourcing- und Verhandlungs-Leistung. Praxisstandard: Empfehlung kurz aktenmäßig dokumentieren (Datum, Anlass, Mandantenzustimmung, gegebenenfalls Alternativen genannt). Damit ist der Vermerk im Fall einer späteren Rückfrage belastbar. Unsere Mustervereinbarung enthält außerdem eine Klausel, die das Haftungsverhältnis zwischen den beteiligten Beratern explizit trennt.
Was passiert mit der Mandantenbindung nach dem Verkauf?
In den meisten Mandaten bleibt der Mandant nach Closing in Ihrer Kanzlei. Steuerliche Begleitung der Kaufpreisversteuerung, Holding-Strukturierung für die freigesetzte Liquidität, laufende Beratung einer eventuellen Rückbeteiligung und persönliche Steuerthemen der Familie — all das wandert nicht. Co-Beratung im Verkaufsprozess ist eine Ergänzung, kein Mandatsersatz. In Fällen, in denen der Mandant nach Verkauf ein Family Office aufbaut, vermitteln wir auf Wunsch passende Partner aus unserem Netzwerk, ohne die bestehende Steuerberatungsbeziehung anzutasten.
Wie wird mit einem zusätzlich beauftragten Wirtschaftsanwalt zusammengearbeitet?
Wenn der Mandant bereits einen Wirtschaftsanwalt seines Vertrauens hat, läuft das im Co-Counsel-Modell. Sie übernehmen die steuerliche Strukturierung, der Anwalt übernimmt NDA, LOI, SPA und Gesellschaftervereinbarung, SourcingClub übernimmt Sourcing und Verhandlungsführung. Drei getrennte Honorarverhältnisse, ein Co-Counsel-Letter regelt Rollenabgrenzung und Vertraulichkeit zwischen den Beratern. Falls der Mandant noch keinen Anwalt hat und einen sucht, finden Sie das ausführliche Modell auf der Seite Anwalt & Mandant Unternehmensverkauf. Bei grenzüberschreitenden Strukturen binden wir je nach Fall einen weiteren Co-Counsel im Zielmarkt ein; die Logik der getrennten Honorarverhältnisse bleibt erhalten.
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Käufer-Vorstellung für Ihre Mandanten
Wenn ein Mandant ernsthaft über einen Verkauf nachdenkt, können Sie ihn direkt auf /vertraulicher-buyer-match verweisen — unsere persönliche Käufer-Vorstellung. Nick Herbig wählt fünf passende Käufer aus dem Netzwerk und stellt sie binnen sieben Werktagen vertraulich vor. Für Sie als Mandanten-Berater bedeutet das: Sie geben Ihrem Mandanten einen seriösen nächsten Schritt an die Hand, ohne selbst in den M&A-Prozess einzusteigen.
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- Diskret für den Mandanten. Keine Datenweitergabe ohne dessen Freigabe.
- Nick als persönlicher Begleiter. Keine Plattform, kein Listing, kein Verteiler.
- Sie bleiben Vertrauter. Wir treten als M&A-Begleiter neben Sie, nicht statt Ihnen.
