EBITDA-Multiples DACH Q3/2026: Rotation statt Rückgang, die Entwicklung 2026 nach Branche
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EBITDA-Multiples DACH Q3/2026: Rotation statt Rückgang, die Entwicklung 2026 nach Branche

Der Quartalsvergleich Q2 zu Q3 2026 und der Jahresblick seit Q1 für 20 DACH-Branchen: Software, IT-Services und Telekommunikation geben nach, Pflege und unternehmensnahe Dienste holen auf. Mit Bewegungs-Chart, Jahres-Heatmap und offen erklärter Methodik.

von Nick Herbig··18 Min. Lesezeit
Kernerkenntnis
Die Kernbewegung in Q3/2026

Die EBITDA-Multiples im DACH-Mittelstand liegen in Q3/2026 zwischen 2,4x und 10,6x. Über alle 60 Segmente aus 20 Branchen und drei Größenklassen liegt die durchschnittliche Bewegung zu Q2 bei −0,02x, das Gesamtniveau ist also stabil. Darunter läuft eine Rotation. Software & SaaS gibt in allen drei Größenklassen nach (bis −0,30x), IT-Services im Mid Cap gibt einen Teil seines Q2-Sprungs ab (9,0x auf 8,8x), Telekommunikation verliert in allen drei Größenklassen 0,20x bis 0,30x. Personalintensive Dienste holen auf, Pflege & Dienstleister im Small Cap um 0,30x auf 6,9x, unternehmensnahe Dienste (B2B) im Mid Cap um 0,30x auf 7,2x. Datengrundlage sind die DUB KMU-Multiples Q3/2026, aufbereitet von SourcingClub mit geglätteten Quartalsausschlägen.

2,4x bis 10,6x
EBITDA-Bandbreite DACH
20 Branchen, drei Größenklassen, Q3/2026
−0,02x
Ø Bewegung Q2 zu Q3
14 Segmente höher, 22 niedriger, 24 unverändert
−0,30x
Software & SaaS, Micro Cap
Software gibt in allen drei Größenklassen nach
+0,30x
Pflege & Dienstleister, Small Cap
Gegenbewegung nach dem Rückgang in Q2

Ich werte die Bewertungslandschaft im DACH-Lower-Mid-Market jedes Quartal aus, über 20 Branchen und drei Größenklassen. Dieser Beitrag zeigt, was sich von Q2 auf Q3 2026 verschoben hat, wie das Jahr 2026 seit Q1 insgesamt gelaufen ist und warum ich einzelne Quartalsausschläge bewusst nicht eins zu eins übernehme. Die vollständige Tabelle mit allen Spannen liegt in der EBITDA-Multiples-Übersicht für den DACH-Raum, die Vorgänger-Auswertung im Beitrag EBITDA-Multiples DACH Q2/2026.

Wie hoch liegen die EBITDA-Multiples im DACH-Mittelstand in Q3/2026?

Über alle 20 Branchen reicht die EBITDA-Bewertung in Q3/2026 von 2,4x (Konsumgüter, Micro Cap, unteres Ende) bis 10,6x (Software & SaaS, Mid Cap, oberes Ende). In Q2 lag das obere Ende noch bei 10,9x. Die Spitze ist also etwas flacher geworden, der Boden ist geblieben. Im Small Cap, also bei Unternehmen mit 5 bis 50 Mio. Euro Umsatz, liegt der Mittelwert über alle 20 Branchen bei rund 6,0x. Das ist praktisch derselbe Wert wie im Frühjahr.

Ganz oben stehen weiter Software & SaaS (Small Cap 8,5x), Healthcare & Medizintechnik (8,0x) und IT-Services (7,6x). Am unteren Ende liegen Konsumgüter und Fahrzeugbau (jeweils 4,5x) sowie Metallverarbeitung (4,7x). Diese Reihenfolge hat sich 2026 kaum bewegt, die Quartalsbewegungen spielen sich innerhalb eines stabilen Gefüges ab. Die volle Matrix nach Micro, Small und Mid Cap steht unter Multiples nach Branchen und Größenklassen. Die EBIT- und Umsatz-Multiples stehen dort weiter auf Stand Q2/2026.

Software im Small Cap reicht in Q3 von 7,5x bis 9,5x. Diese Spanne ist zehnmal so groß wie die Quartalsbewegung von −0,20x. Wie man die Tabelle richtig liest und warum der Mittelpunkt nur ein Anker ist, erkläre ich im Leitfaden EBITDA-Multiple-Tabelle nach Branche lesen. Eine erste Indikation für ein konkretes Unternehmen liefert der Unternehmenswert-Rechner.

Was hat sich von Q2 zu Q3 2026 bei den Multiples bewegt?

Von 60 Segmenten haben sich 14 nach oben bewegt, 22 nach unten, 24 sind unverändert. Im Durchschnitt ergibt das −0,02x. Die Ausschläge konzentrieren sich auf wenige Branchen.

Rotation im dritten QuartalPersonalintensive Dienste holen auf, Software und Telekommunikation geben nachQ2/2026Q3 höherQ3 niedrigerΔ Q2 zu Q35x6x7x8x9x10xAUFSTEIGER Q2 ZU Q3Pflege & Dienstleister Small6,6x6,9x+0,30xUnternehmensnahe Dienste (B2B) Mid6,9x7,2x+0,30xHealthcare & Medizintechnik Mid8,9x9,1x+0,25xPflege & Dienstleister Mid8,6x8,8x+0,25xFinanzdienstleistungen Mid8,7x8,9x+0,20xUnternehmensnahe Dienste (B2B) Small5,9x6,1x+0,20xMetallverarbeitung Mid5,9x6,1x+0,20xKonsumgüter (Non-Food) Mid5,4x5,6x+0,20xABSTEIGER Q2 ZU Q3Software & SaaS Micro7,2x6,9x−0,30xTelekommunikation Micro5,7x5,4x−0,30xHealthcare & Medizintechnik Micro7,1x6,8x−0,30xSoftware & SaaS Mid9,7x9,5x−0,25xFinanzdienstleistungen Micro5,8x5,5x−0,25xSoftware & SaaS Small8,7x8,5x−0,20xIT-Services Mid9,0x8,8x−0,20xTelekommunikation Small6,9x6,7x−0,20xTelekommunikation Mid7,6x7,4x−0,20xHandwerk & Baugewerbe Mid6,4x6,2x−0,20xNahrungs- & Genussmittel Small6,3x6,1x−0,20x

Grafik seitlich wischen, um alle Werte zu sehen.

Median-EBITDA-Multiple (Mittelpunkt der Spanne) je Segment, Q2/2026 zu Q3/2026, alle Segmente mit einer Bewegung ab 0,20x. Veränderung auf Basis der ungerundeten Mittelpunkte. Site-Reihe (House View, Quartalsausschläge gedämpft, siehe Methodik). Datengrundlage: DUB KMU-Multiples, Q3/2026. Aufbereitung: SourcingClub.
SektorSegmentQ2/2026Q3/2026Veränderung
Gesundheitswesen: Pflege & DienstleisterSmall Cap6,6x6,9x+0,30x
Unternehmensnahe Dienstleistungen (B2B)Mid Cap6,9x7,2x+0,30x
Healthcare & MedizintechnikMid Cap8,9x9,1x+0,25x
Gesundheitswesen: Pflege & DienstleisterMid Cap8,6x8,8x+0,25x
Finanzdienstleistungen & Vers.-MaklerMid Cap8,7x8,9x+0,20x
Metallverarbeitung & FertigungstechnikMid Cap5,9x6,1x+0,20x
IT-Services & Managed ServicesMid Cap9,0x8,8x−0,20x
Softwareentwicklung & SaaSSmall Cap8,7x8,5x−0,20x
Softwareentwicklung & SaaSMid Cap9,7x9,5x−0,25x
Finanzdienstleistungen & Vers.-MaklerMicro Cap5,8x5,5x−0,25x
Healthcare & MedizintechnikMicro Cap7,1x6,8x−0,30x
Telekommunikation & InfrastrukturMicro Cap5,7x5,4x−0,30x
Softwareentwicklung & SaaSMicro Cap7,2x6,9x−0,30x

Median-Multiple je Segment (Mittelpunkt der Spanne), EV/EBITDA, Site-Reihe (House View, Quartalsausschläge gedämpft, siehe Methodik), auf eine Dezimale gerundet. Die Veränderung ist auf Basis der ungerundeten Mittelpunkte berechnet. Datengrundlage: DUB KMU-Multiples (dub.de/kmu-multiples), Q3/2026. Aufbereitung und Einordnung: SourcingClub. Alle Angaben ohne Gewähr.

Das Muster ist fast spiegelbildlich zum zweiten Quartal. Damals zogen IT-Services, Software und Agenturen an, während Pflege, Facility Management und unternehmensnahe Dienste nachgaben. Jetzt läuft ein Teil davon zurück. Aus meiner Sicht ist das eine Normalisierung nach einem Quartal, in dem einige Segmente sehr schnell gelaufen waren. Auffällig ist außerdem, dass sich innerhalb einer Branche die Größenklassen gegeneinander bewegen. Healthcare & Medizintechnik steigt im Mid Cap um 0,25x und fällt im Micro Cap um 0,30x. Bei den Finanzdienstleistern ist es genauso.

Warum geben Software, IT-Services und Telekommunikation 2026 im dritten Quartal nach?

Software & SaaS gibt in Q3 in allen drei Größenklassen nach, im Micro Cap um 0,30x auf 6,9x, im Small Cap um 0,20x auf 8,5x und im Mid Cap um 0,25x auf 9,5x. Mit 10,6x am oberen Ende des Mid Cap bleibt Software trotzdem die teuerste Branche im DACH-Mittelstand, sie hat nur die Spitze aus dem Frühjahr abgegeben. Telekommunikation & Infrastruktur verliert ebenfalls in allen Segmenten, zwischen 0,20x und 0,30x. IT-Services gibt leichter nach, im Mid Cap von 9,0x auf 8,8x, im Small Cap von 7,7x auf 7,6x.

IT-Services und Software waren im zweiten Quartal stark gelaufen. IT-Services im Mid Cap hatte in Q2 um 0,7x zugelegt, so viel wie kein anderes Segment, Software im Mid Cap um 0,35x. Bei der Telekommunikation trifft das nicht zu, dort hatte sich in Q2 kaum etwas bewegt. Dazu kommt die Zinswende. Die EZB hat am 10. September 2026 ihre drei Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte angehoben, die Einlagefazilität liegt seit dem 16. September 2026 bei 2,50 Prozent (EZB, 2026). Ein hoher Kaufpreis bedeutet meist auch einen höheren Finanzierungsbetrag, deshalb trifft teureres Fremdkapital aus meiner Sicht die hoch bewerteten Segmente zuerst. Im Q2-Ausblick hatte ich die Zinsentwicklung als einen der zwei Faktoren genannt, die das Bild kippen können. Wie Käufer gerade rechnen, beschreibe ich ausführlicher unter M&A-Finanzierung im Mittelstand nach der Zinswende.

Als Buy-and-Build-Feld verliert IT-Services dadurch nicht an Reiz. Seit Jahresbeginn ist IT-Services im Saldo sogar die Branche mit dem stärksten Anstieg (dazu unten mehr). Die Konsolidierung bei Managed-Service-Providern und Systemhäusern läuft weiter, die Hintergründe stehen im Beitrag IT-Services-Konsolidierung und MSP-Targets 2026. In der Software-Branche und bei IT-Services sind die Preise in Q3 nicht eingebrochen, aber das Tempo aus dem Frühjahr ist raus.

Ich würde den Rückgang nicht überbewerten. 0,2x bis 0,3x sind weniger als der Abstand zwischen zwei Software-Firmen derselben Größe. Ein Käufer schaut zuerst darauf, wie viel vom Umsatz jedes Jahr wiederkommt und wie stark das Geschäft am Inhaber hängt. Das Multiple folgt daraus. Wer ein sauberes Geschäft mit Wartungs- und Abo-Umsätzen hat, verliert durch dieses Quartal wenig.

Warum holen Pflege und unternehmensnahe Dienste 2026 wieder auf?

Auf der anderen Seite stehen die Segmente, die im zweiten Quartal unter Druck waren. Pflege & Dienstleister legt im Small Cap um 0,30x auf 6,9x zu und im Mid Cap um 0,25x auf 8,8x. Unternehmensnahe Dienstleistungen (B2B) steigen im Mid Cap um 0,30x auf 7,2x und im Small Cap um 0,20x auf 6,1x. Healthcare & Medizintechnik im Mid Cap klettert um 0,25x auf 9,1x. Facility Management und die Finanzdienstleister holen im Mid Cap ebenfalls einen Teil des Q2-Rückgangs zurück.

Die Erholung trägt fast nur die größeren Einheiten. Im Micro Cap fällt Pflege & Dienstleister weiter, um 0,15x auf 5,0x, und liegt damit 0,50x unter dem Stand vom Jahresanfang. Healthcare & Medizintechnik verliert im Micro Cap 0,30x. Ich lese das so: Käufer zahlen wieder für Plattformen, die Personalengpässe über Größe, Standortdichte und eigene Strukturen abfedern können. Der kleine Betrieb, dessen Ertrag an wenigen Fachkräften und am Inhaber hängt, profitiert davon nicht. Die Spreizung zwischen Micro und Mid Cap ist in der Pflege dadurch auf 3,8x gewachsen (5,0x gegen 8,8x), die größte aller 20 Branchen. Zu Jahresbeginn waren es noch rund 3,1x.

Ein Pflegedienst mit 1 Mio. Euro bereinigtem EBITDA liegt am Micro-Mittelpunkt bei rund 5,0 Mio. Euro Unternehmenswert. Im Mid Cap zahlt der Markt in derselben Branche 8,8x. Einen Teil dieses Abstands kann auch ein kleiner Betrieb schließen, vor allem über eine zweite Führungsebene und eine geringere Inhaberabhängigkeit. Die Branchenbilder dazu finden sich unter Healthcare, Business Services und Facility Management, die regulatorische Lage im Gesundheitsmarkt im Beitrag zur MVZ-Konsolidierung und Regulierung 2026.

Im Gesundheitsmarkt sehe ich seit Monaten dasselbe Bild. Die Anforderungen steigen, und den Wettbewerb prägen zunehmend größere Verbünde. Der kleine Betrieb muss deshalb nicht verkaufen. Der Abstand zum Mid Cap wächst aber eher, als dass er schrumpft, solange der Ertrag an wenigen Köpfen hängt. Wer das früh sieht, hat Zeit, eine zweite Führungsebene aufzubauen, bevor ein Käufer danach fragt.

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Q3/2026 ist eine Rotation. Der Markt nimmt die Spitzen aus dem Frühjahr zurück und bezahlt wieder Größe in den Branchen, die im zweiten Quartal nachgegeben hatten.

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SourcingClub, Q3/2026

Wer hat seit Jahresbeginn 2026 gewonnen und wer verloren?

Von Q1 zu Q3 2026 sind 25 Segmente gestiegen, 18 gefallen und 17 unverändert. Den Vergleich über drei Quartale rechne ich aus meinen veröffentlichten Quartalsständen nach (House View), DUB selbst veröffentlicht jeweils nur den aktuellen Stand. Im Schnitt über alle 60 Segmente liegt der Mittelpunkt bei 6,06x, nach 6,02x im ersten Quartal. Das Niveau im DACH-Mittelstand ist 2026 also stabil geblieben, mit leichtem Plus.

Seit Jahresbeginn: wer gewonnen und wer verloren hatBewegung des Median-Multiples Q1/2026 zu Q3/2026, in Multiple-Punkten−0,50−0,25±0+0,25+0,50Micro CapSmall CapMid CapØIT-Services & Managed Services+0,20x+0,35x+0,50x+0,35xLogistik & Transport+0,20x+0,25x+0,30x+0,25xStationärer Groß- & Einzelhandel+0,35x±0+0,15x+0,17xMedien, Marketing & Agenturen+0,30x+0,45x−0,30x+0,15xE-Commerce & Versandhandel+0,30x+0,20x−0,10x+0,13xMetallverarbeitung±0±0+0,35x+0,12xKonsumgüter (Non-Food)±0±0+0,35x+0,12xHealthcare & Medizintechnik+0,05x±0+0,25x+0,10xUnternehmensnahe Dienste (B2B)+0,10x+0,20x−0,05x+0,08xNahrungs- & Genussmittel±0+0,15x±0+0,05xChemie, Kunststoffe & Verpackung±0+0,10x±0+0,03xFahrzeugbau & Automotive±0±0±0±0Handwerk & Baugewerbe±0+0,15x−0,20x−0,02xMaschinenbau & Anlagenbau−0,35x+0,15x+0,10x−0,03xSoftware & SaaS−0,10x−0,20x+0,10x−0,07xImmobilien-Dienstl. & Facility Mgmt.±0±0−0,25x−0,08xPflege & Dienstleister−0,50x−0,10x+0,25x−0,12xElektrotechnik & Automation±0−0,10x−0,30x−0,13xFinanzdienstl. & Vers.-Makler−0,25x−0,10x−0,15x−0,17xTelekommunikation−0,30x−0,20x−0,05x−0,18x

Grafik seitlich wischen, um alle Werte zu sehen.

Veränderung des Median-EBITDA-Multiples (Mittelpunkt der Spanne) von Q1/2026 zu Q3/2026 je Sektor und Größenklasse, sortiert nach dem Durchschnitt der drei Segmente. Site-Reihe (House View, Quartalsausschläge gedämpft, siehe Methodik). Datengrundlage: DUB KMU-Multiples, Q1/2026 und Q3/2026. Aufbereitung: SourcingClub.

IT-Services liegt in allen drei Größenklassen über dem Jahresanfang, im Mid Cap mit +0,50x am deutlichsten. Logistik & Transport legt ebenfalls in jedem Segment zu, zwischen 0,20x und 0,30x. Dazu kommen der stationäre Groß- und Einzelhandel (Micro Cap +0,35x) und Medien & Agenturen im Small Cap (+0,45x). Auf der Verliererseite stehen Telekommunikation, die Finanzdienstleister und Elektrotechnik & Automation, die seit Januar in keinem Segment zugelegt haben. Bei Pflege & Dienstleister fällt der Micro Cap um 0,50x, während der Mid Cap 0,25x zulegt.

SektorSmall Cap Q1/2026Small Cap Q3/2026Δ MicroΔ SmallΔ MidØ Δ
IT-Services & Managed Services7,2x7,6x+0,20x+0,35x+0,50x+0,35x
Logistik & Transport4,8x5,1x+0,20x+0,25x+0,30x+0,25x
Stationärer Groß- & Einzelhandel5,0x5,0x+0,35x±0+0,15x+0,17x
Medien, Marketing & Agenturen5,0x5,4x+0,30x+0,45x−0,30x+0,15x
E-Commerce & Versandhandel6,2x6,4x+0,30x+0,20x−0,10x+0,13x
Metallverarbeitung & Fertigungstechnik4,7x4,7x±0±0+0,35x+0,12x
Konsumgüter (Non-Food)4,5x4,5x±0±0+0,35x+0,12x
Healthcare & Medizintechnik8,0x8,0x+0,05x±0+0,25x+0,10x
Unternehmensnahe Dienstleistungen (B2B)5,9x6,1x+0,10x+0,20x−0,05x+0,08x
Nahrungs- & Genussmittel5,9x6,1x±0+0,15x±0+0,05x
Chemie, Kunststoffe & Verpackung5,9x6,0x±0+0,10x±0+0,03x
Fahrzeugbau & Automotive4,5x4,5x±0±0±0±0
Handwerk & Baugewerbe5,0x5,1x±0+0,15x−0,20x−0,02x
Maschinenbau & Anlagenbau5,2x5,3x−0,35x+0,15x+0,10x−0,03x
Softwareentwicklung & SaaS8,7x8,5x−0,10x−0,20x+0,10x−0,07x
Immobilien-Dienstl. & Facility Mgmt.6,0x6,0x±0±0−0,25x−0,08x
Gesundheitswesen: Pflege & Dienstleister7,0x6,9x−0,50x−0,10x+0,25x−0,12x
Elektrotechnik & Automation6,8x6,7x±0−0,10x−0,30x−0,13x
Finanzdienstleistungen & Vers.-Makler6,9x6,8x−0,25x−0,10x−0,15x−0,17x
Telekommunikation & Infrastruktur6,9x6,7x−0,30x−0,20x−0,05x−0,18x

Veränderung des Median-Multiples (Mittelpunkt der Spanne) von Q1/2026 zu Q3/2026, EV/EBITDA. Site-Reihe (House View, Quartalsausschläge gedämpft, siehe Methodik). Datengrundlage: DUB KMU-Multiples, Q1/2026 bis Q3/2026. Aufbereitung: SourcingClub. Alle Angaben ohne Gewähr.

Bei Software liegt im Jahresvergleich nur der Mid Cap über dem Januar (+0,10x). Micro Cap liegt 0,10x und Small Cap 0,20x darunter. Die Trendwende aus dem zweiten Quartal hat also nur bei den größeren Anbietern gehalten.

Warum dämpfe ich Quartalsspitzen in den Multiples?

Die Werte auf dealorigination.de folgen der DUB-Referenz, aber nicht jedem Ausschlag. Ich nenne das House View. Dafür vergleiche ich jeden Eckwert einer Spanne mit dem Wert, den ich im Vorquartal veröffentlicht habe. Bewegungen unter 0,15x übernehme ich nicht, Bewegungen zwischen 0,15x und 0,5x übernehme ich voll, und ab 0,5x übernehme ich nur 30 Prozent der Bewegung. Bewegungen zwischen 0,15x und 0,5x kommen damit sofort voll an, kleinere bleiben liegen, große kommen in Raten. Diese feste Regel wende ich seit Q3/2026 an. In Q2 hatte ich einzelne Bänder noch von Hand angepasst.

Im ersten Quartal stand IT-Services im Mid Cap auf der Site bei 8,3x. Die DUB-Rohreferenz für Q2 lag dann bei 9,3x, rund 1,0x höher. Ich hatte das Band damals von Hand um 0,7x angehoben und 9,0x gezeigt. In Q3 fiel die Rohreferenz auf 8,35x zurück, der Sprung aus Q2 hat sich damit fast vollständig umgekehrt. Gegenüber meinem Q2-Wert von 9,0x sind das 0,65x weniger. Nach der Regel übernehme ich davon 30 Prozent, also −0,20x, und die Site steht jetzt bei 8,8x.

Warum ich Quartalsspitzen dämpfeIT-Services Mid Cap: der Sprung aus Q2 hat sich in der Rohreferenz in Q3 fast vollständig umgekehrt8,0x8,4x8,8x9,2x9,6xQ1/2026Q2/2026Q3/20268,30x9,30x9,00xSpitze um 0,30x gedämpft8,80x8,35xHouse View+0,70x, dann −0,20xDUB-Rohreferenz+1,00x, dann −0,95x

Grafik seitlich wischen, um alle Werte zu sehen.

IT-Services & Managed Services, Mid Cap: Median-EBITDA-Multiple (Mittelpunkt der Spanne) im Quartalsverlauf 2026. House View = auf dealorigination.de veröffentlichte Reihe, Rohreferenz = unveränderter DUB-Wert. Ausgangsbasis Q1 ist der Site-Wert. Datengrundlage: DUB KMU-Multiples, Q2/2026 und Q3/2026. Aufbereitung: SourcingClub.

Ein IT-Dienstleister mit 5 Mio. Euro bereinigtem EBITDA wäre nach der Rohreferenz in Q2 mit 46,5 Mio. Euro Enterprise Value angesetzt worden und ein Quartal später mit 41,75 Mio. Euro. Fast 5 Mio. Euro Unterschied in drei Monaten, ohne dass sich am Unternehmen etwas geändert hat. In der gedämpften Reihe liegen die Werte bei 45,0 und 44,0 Mio. Euro.

Die Rohwerte lege ich offen, weil die Dämpfung auch einen Preis hat. In Q3 bewegte sich die Rohreferenz in 9 von 60 Segmenten um 0,5x oder mehr. Neben IT-Services betrifft das unter anderem Telekommunikation (bis −0,60x), Pflege & Dienstleister im Small und Mid Cap (je +0,70x), Handwerk & Baugewerbe im Mid Cap (−0,60x) und die Finanzdienstleister im Mid Cap (+0,55x). Im Schnitt hat sich ein Segment in der Rohreferenz um 0,22x bewegt, in der Site-Reihe um 0,11x. Sollte sich ein solcher Sprung im nächsten Quartal bestätigen, kommt er bei mir mit Verzögerung an. Diesen Nachteil nehme ich bewusst in Kauf, weil eine Bewertungsbasis, die mit jedem Quartal springt, im Gespräch mit einem Unternehmer niemandem hilft.

Was bedeuten die Q3-Multiples 2026 für Unternehmer?

Das Niveau ist stabil, 41 von 60 Segmenten haben sich um weniger als 0,20x bewegt. Auf ein besseres Quartal zu warten, bringt aus meiner Sicht deshalb wenig. Die Quartalsbewegung des Branchenmedians ist fast immer kleiner als der Abstand zwischen dem unteren und dem oberen Ende der eigenen Spanne.

Ein Rechenbeispiel aus der Software. Ein Software-Unternehmen im Small Cap mit 2 Mio. Euro bereinigtem EBITDA liegt in Q3/2026 in einer Spanne von 7,5x bis 9,5x. Das ergibt einen Enterprise Value zwischen 15 und 19 Mio. Euro, am Mittelpunkt von 8,5x sind es 17,0 Mio. Euro. Mit dem Q2-Mittelpunkt von 8,7x wären es 17,4 Mio. Euro gewesen. Die Quartalsbewegung kostet also rund 0,4 Mio. Euro. Die Frage, ob das Unternehmen am unteren oder am oberen Ende der Spanne landet, entscheidet über 4 Mio. Euro.

Ein zweites Beispiel aus der Pflege. Ein Pflegedienstleister im Small Cap mit 1,5 Mio. Euro bereinigtem EBITDA liegt in einer Spanne von 6,0x bis 7,7x, also zwischen 9,0 und 11,6 Mio. Euro. Am Mittelpunkt von rund 6,9x sind es rund 10,3 Mio. Euro, nach rund 9,8 Mio. Euro im zweiten Quartal. Hier arbeitet der Markt gerade für den Unternehmer.

Zwischen dem Enterprise Value und dem Betrag, der am Closing tatsächlich auf dem Konto ankommt, liegen weitere Schritte: Nettofinanzschulden, Working Capital, oft ein Earn-out. Wie diese Brücke aussieht, zeige ich in der Kaufpreisermittlung und im Rechner EV-Equity-Bridge. Grundlage bleibt das sauber normalisierte EBITDA, denn kein Käufer zahlt einen Multiple auf ein unbereinigtes Ergebnis. Wie ein erfolgsabhängiger Kaufpreisteil geregelt wird, steht im Beitrag zur Earn-out-Regelung.

Die Angebotsseite bleibt dabei groß. Laut KfW-Nachfolge-Monitoring gibt es im Mittelstand bis Ende 2029 jedes Jahr rund 109.000 Nachfolgewünsche, und die durchschnittlichen Kaufpreisvorstellungen sind seit 2019 um rund 34 Prozent auf rund 499.000 Euro gestiegen (KfW Research, 2026). Die 499.000 Euro sind ein Durchschnitt über den gesamten Mittelstand, also vor allem über Kleinstbetriebe. Eine Übersicht der Vorbereitungsschritte steht in der Checkliste zur Vorbereitung des Unternehmensverkaufs.

Viele Unternehmer haben ihre Nachfolge innerlich schon geregelt, oft mit dem eigenen Team. Das ist ein guter Weg. Er scheitert in der Praxis nur häufig an der Finanzierung der Mehrheit, wenn die Mitarbeiter bisher kleine Anteile halten. Dann hilft es, die eigene Bandbreite zu kennen, auch wenn ein Verkauf an einen Investor gerade gar kein Thema ist. Ein Partner im Hintergrund kann so einen Übergang finanzieren, während der Inhaber zunächst beteiligt bleibt.

Die Multiple-Bandbreite für das eigene Unternehmen einordnen

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Wo öffnen sich 2026 Einstiegsfenster für Investoren und Private Equity?

Ein Software-Target im Micro Cap mit 2 Mio. Euro bereinigtem EBITDA kostet am Mittelpunkt in Q3 rund 13,7 Mio. Euro, ein Quartal zuvor waren es 14,3 Mio. Euro. Software im Micro und Small Cap, Telekommunikation in allen Größenklassen und IT-Services im Mid Cap liegen 0,20x bis 0,30x unter dem Q2-Stand. Umgekehrt werden größere Pflege-, Healthcare- und B2B-Plattformen teurer.

In der Pflege liegen zwischen Micro und Mid Cap inzwischen 3,8x, bei den Finanzdienstleistern rund 3,4x, in Chemie, Kunststoffe & Verpackung rund 3,2x. Wer in der Pflege einen kleinen Dienst zum Micro-Mittelpunkt von 5,0x kauft und in eine Plattform einbindet, die im Mid Cap mit 8,8x bewertet wird, gewinnt rechnerisch 3,8x auf jeden Euro EBITDA des Zukaufs. Je weiter die Größenklassen auseinanderlaufen, desto mehr ist dieser Hebel wert und desto wichtiger wird der Zugang zu den kleinen Targets.

Wie ich Investoren beim Zugang zu solchen Targets off-market begleite, steht auf der Seite für Investoren, die Grundlagen unter Deal Origination.

Wie geht es mit den Multiples im vierten Quartal 2026 weiter?

Im vierten Quartal erwarte ich keine große Bewegung im Gesamtniveau, eher eine Fortsetzung der Rotation. Die EZB rechnet für 2026 mit einer durchschnittlichen Inflation von 3,0 Prozent und legt sich auf keinen Zinspfad fest (EZB, 2026). Ein weiterer Zinsschritt würde aus meiner Sicht wieder zuerst die hoch bewerteten Segmente mit großen Finanzierungsbeträgen treffen, also Software und IT-Services im Mid Cap. Bei der Stimmung sieht es besser aus. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im September auf 89,9 Punkte gestiegen, nach 88,8 im August, und im Dienstleistungssektor hat sich das Klima wieder ins Positive gedreht (ifo Institut, 2026). Das stützt die Erholung bei den Dienstleistern. Offen ist, ob sich die großen Rohwert-Sprünge aus Q3 bestätigen. Legt die Pflege im Mid Cap in der DUB-Referenz erneut zu, kommt die Bewegung im vierten Quartal auch auf der Site an.

Eine Prognose für einzelne Werte gebe ich bewusst nicht ab. Wie ich den M&A-Markt ins nächste Jahr einschätze, steht im Ausblick auf den DACH-M&A-Markt 2027. Die nächste Fassung dieser Auswertung erscheint mit den Daten für Q4/2026 zu Beginn des neuen Jahres. Die methodische Grundlage der gesamten Reihe dokumentiere ich in der Studie EBITDA-Multiples DACH 2026.

Wie entstehen die Werte? Methodik und Datengrundlage Q3/2026

Datengrundlage: DUB KMU-Multiples, Q3/2026 (dub.de/kmu-multiples), quartalsweise veröffentlicht, laut DUB auf Basis aggregierter Markteinschätzungen von M&A-Beratungshäusern im deutschsprachigen Raum. Aufbereitung: SourcingClub. Die EBITDA-Spannen folgen der DUB-Referenz mit der oben beschriebenen House-View-Dämpfung je Eckwert gegen den Vorquartalswert (unter 0,15x halten, 0,15x bis 0,5x voll übernehmen, ab 0,5x nur 30 Prozent der Bewegung). Die feste Regel gilt seit Q3/2026, in Q2/2026 hatte ich einzelne Bänder von Hand angepasst. Die gezeigten Werte sind deshalb nicht in jedem Segment mit den DUB-Rohwerten identisch. Der Median eines Segments ist der Mittelpunkt der Spanne. EBIT- und Umsatz-Multiples: Stand Q2/2026. Größenklassen nach DUB-Systematik: Micro Cap unter 5 Mio., Small Cap 5 bis 50 Mio., Mid Cap über 50 Mio. Euro Umsatz. Alle Angaben EV/EBITDA, ohne Gewähr. Die Multiples sind eine Orientierung und ersetzen keine individuelle Unternehmensbewertung.

Ich arbeite bewusst mit Mittelstands-Multiples und nicht mit Large-Cap-Benchmarks. Bewertungen börsennotierter Vergleichsunternehmen liegen aus meiner Erfahrung für dieselbe Branche meist höher. Den Abstand erkläre ich mir mit Größenabschlag, schwer handelbaren Anteilen und Inhaberrisiko. Wie EBITDA-, EBIT- und Umsatz-Multiples zusammenspielen, erkläre ich auf den jeweiligen Methodenseiten.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch sind die EBITDA-Multiples im DACH-Mittelstand in Q3/2026?

In Q3/2026 liegen die EBITDA-Multiples im DACH-Mittelstand je nach Branche und Größenklasse zwischen 2,4x und 10,6x. Das untere Ende bilden Konsumgüter im Micro Cap, das obere Software & SaaS im Mid Cap. Im Small Cap, also bei Unternehmen mit 5 bis 50 Mio. Euro Umsatz, liegt der Mittelwert über alle 20 Branchen bei rund 6,0x. An der Spitze stehen Software & SaaS (8,5x), Healthcare & Medizintechnik (8,0x) und IT-Services (7,6x), am unteren Ende Konsumgüter und Fahrzeugbau mit jeweils 4,5x. Datengrundlage sind die DUB KMU-Multiples, Q3/2026, aufbereitet von SourcingClub. Die vollständige Matrix nach Größenklassen steht auf der Übersichtsseite EBITDA-Multiples DACH.

Welche Branchen haben von Q2 zu Q3 2026 an Bewertung verloren?

Am deutlichsten nachgegeben haben Software & SaaS und Telekommunikation. Software verliert in allen drei Größenklassen: Micro Cap 0,30x auf 6,9x, Small Cap 0,20x auf 8,5x, Mid Cap 0,25x auf 9,5x. Telekommunikation & Infrastruktur fällt in allen Segmenten um 0,20x bis 0,30x. IT-Services im Mid Cap geht von 9,0x auf 8,8x zurück, Healthcare & Medizintechnik im Micro Cap um 0,30x. IT-Services und Software waren im zweiten Quartal stark gestiegen, im Mid Cap um 0,7x bzw. 0,35x. Ich lese den Rückgang dort als Normalisierung nach einem schnellen Quartal, verstärkt durch das teurere Finanzierungsumfeld nach der Zinserhöhung der EZB im September. Software bleibt trotzdem die höchstbewertete Branche im DACH-Mittelstand.

Welche Branchen haben in Q3/2026 an Bewertung gewonnen?

Zugelegt haben vor allem personalintensive Dienstleister in den größeren Klassen. Pflege & Dienstleister steigt im Small Cap um 0,30x auf 6,9x und im Mid Cap um 0,25x auf 8,8x. Unternehmensnahe Dienstleistungen (B2B) legen im Mid Cap um 0,30x auf 7,2x zu, Healthcare & Medizintechnik im Mid Cap um 0,25x auf 9,1x. Auch Metallverarbeitung, Finanzdienstleister und Konsumgüter gewinnen im Mid Cap jeweils 0,20x. Die Erholung erreicht die kleinen Betriebe kaum: Pflege & Dienstleister fällt im Micro Cap weiter auf 5,0x. Käufer zahlen wieder für Größe und Strukturen, nicht für einzelne Köpfe.

Wie haben sich die Multiples seit Jahresbeginn 2026 entwickelt?

Seit Q1/2026 ist das Gesamtniveau stabil geblieben, mit leichtem Plus. Der Durchschnitt über alle 60 Segmente liegt in Q3 bei 6,06x, nach 6,02x im ersten Quartal. 25 Segmente sind gestiegen, 18 gefallen und 17 unverändert. Stärkster Gewinner ist IT-Services, das in allen drei Größenklassen zulegt, im Mid Cap um 0,50x. Logistik & Transport steigt in jedem Segment um 0,20x bis 0,30x. Auf der Verliererseite stehen Telekommunikation, Finanzdienstleister und Elektrotechnik & Automation, die seit Januar in keinem Segment zugelegt haben. Pflege & Dienstleister verliert im Micro Cap 0,50x.

Warum weichen die Multiples auf dealorigination.de von den DUB-Rohwerten ab?

Die Werte folgen der DUB-Referenz, aber nicht jedem Quartalsausschlag. Ich vergleiche jeden Eckwert einer Spanne mit dem zuletzt veröffentlichten Wert. Bewegungen unter 0,15x übernehme ich nicht, Bewegungen zwischen 0,15x und 0,5x voll, ab 0,5x nur 30 Prozent. Der Grund zeigt sich bei IT-Services im Mid Cap: Auf der Site stand der Mittelpunkt in Q1 bei 8,3x, die DUB-Rohreferenz lag in Q2 bei 9,3x und fiel in Q3 auf 8,35x zurück. Die gedämpfte Reihe lief von 9,0x auf 8,8x. Eine Bewertungsbasis, die mit jedem Quartal springt, hilft weder Unternehmern noch Käufern. Die Rohwerte lege ich im Beitrag offen.

Was bedeutet die Q3-Entwicklung 2026 konkret für den Kaufpreis meines Unternehmens?

Die Quartalsbewegung ist fast immer kleiner als die eigene Bandbreite. Ein Software-Unternehmen im Small Cap mit 2 Mio. Euro bereinigtem EBITDA liegt in Q3/2026 bei 7,5x bis 9,5x, also bei 15 bis 19 Mio. Euro Enterprise Value. Der Rückgang des Mittelpunkts von 8,7x auf 8,5x kostet rund 0,4 Mio. Euro. Ob das Unternehmen am unteren oder oberen Ende landet, entscheidet über 4 Mio. Euro. Dafür zählen wiederkehrende Umsätze, Wachstum, geringe Inhaberabhängigkeit und Managementtiefe. Vom Enterprise Value gehen danach noch Nettofinanzschulden und Working-Capital-Anpassungen ab, bevor der Kaufpreis für die Anteile feststeht.

Gibt es auch EBIT- und Umsatz-Multiples für Q3/2026?

Die EBIT- und Umsatz-Multiples auf dealorigination.de stehen weiterhin auf Stand Q2/2026. Aktualisiert auf Q3/2026 sind die EBITDA-Multiples, auf die sich auch alle Bewegungen in diesem Beitrag beziehen. EBITDA ist im Mittelstand die meistverwendete Bezugsgröße. Der EBIT-Multiple ist in kapitalintensiven Branchen wie Maschinenbau oder Logistik die konservativere Ergänzung, weil er Abschreibungen berücksichtigt. Der Umsatz-Multiple dient vor allem bei stark skalierenden oder noch nicht durchgängig profitablen Geschäftsmodellen als Plausibilitätsprüfung. Beide Perspektiven finden sich mit Datenstand in der Übersicht nach Branchen und Größenklassen.

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Nick Herbig

Gründer SourcingClub

Gründer des SourcingClub. Über 100 begleitete M&A-Transaktionen im DACH-Mittelstand, Fokus auf proprietären Deal Flow für Private Equity und Family Offices.

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